5 Tipps für genussvolles, nachhaltiges Weihnachten

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Die Feiertage stehen bevor und wie die meisten von uns freue ich mich schon sehr auf ein paar Tage mit Familie und Freunden. Das Beisammensein und gemeinsame Genießen festlicher Mahlzeiten steht bei uns immer im Vordergrund und das liebe ich besonders. Wer das beste vom besten auftischen will, schießt leicht mal übers Ziel hinaus. Aber es gibt zum Glück ein paar einfache Tricks, wie man festliche Anlässe wie Weihnachten ressourcenschonender, nachhaltiger und auch geldsparend gestalten kann, ohne auf Genuss zu verzichten. Hier meine Tipps für eine nachhaltiges Weihnachtsfest:

Verschwendung vermeiden!

Als Gastgeber will man natürlich keinesfalls, dass das Essen zu wenig wird. Daher gibt’s meist eher zu viel als zu wenig. Auch bei Raclette oder Fondue will man eine breite Auswahl an Zutaten haben. Bei Parties, wo jeder ein bisschen etwas mitbringt, bleibt meistens auch viel zu viel übrig – eine logische Folge, wenn jeder mehr mitbringt, als er selbst essen kann.

Bitte zum Mitnehmen!

Ein guter Tipp ist, schon im Vorfeld die Gäste zu bitten, eigene Take-Away Behälter mitzunehmen. So kann sich jeder ein bisschen was mitnehmen und die Gastgeber sind nicht allein mit dem Aufbrauchen der Reste überfordert.

 

Die richtigen Gerichte wählen

Auch smarte Planung der Speisen hilft, Verschwendung zu vermeiden. Es gibt Speisen, die sich besser als Restl eignen und noch locker einige Tage gut schmecken bzw. gut eingefroren werden können und solche, die umgehend verzehrt werden müssen. Während Blattsalate, ein Mal mariniert, schon nach wenigen Stunden abgestanden aussehen und sich nicht mehr gut aufbewahren lassen, werden Salate aus Linsen, Bohnen, Erdäpfeln, Wurzelgemüse oder Roten Rüben höchstens besser, weil sie so richtig durchziehen. Du brauchst Rezepte? Hier meine Tipps:

Als Vorspeise eignen sich Suppen perfekt, denn auch sie halten sich  mindestens noch ein paar Tage, wenn man es mit der Menge nicht haargenau trifft. Hier ein paar festliche Suppen:

Ich liebe auch Beef Tatar oder Saiblingstatar und ähnliche leicht verderbliche Köstlichkeiten als Vorspeise, hier berechne ich die Menge aber immer knapp, damit auch ja nichts übrig bleibt. Außerdem ist das, wovon zu wenig da ist, doch immer das beste oder? 😉

Die besten Rezepte zur Resteverwertung

Jeder kennt die typischen Reste, die immer anfallen: trockenes Brot, kalter Reis, ledige Erdäpfel. Wir haben dafür eine eigene Rezepte-Kategorie geschaffen, in der wir aus allem etwas machen! Hier geht’s zu den Rezepten.

Nachhaltiger Fischgenuss

Einheimische Fische genießen

Fisch ist ein gesundes, hochwertiges Lebensmittel. Statt zu Meeresfrüchten, Lachs oder Thunfisch zu greifen, kann ich heimische Fische sehr empfehlen. Eine besondere Delikatesse ist der heimische Bio-Karpfen. Er wird meiner Meinung nach immer noch unterschätzt, da er leider auch in schlechter Qualität angeboten wird. Von heimischen Biobetrieben bekommt man aber exzellente Biofisch-Qualität aus den traditionellen Karpfengebieten wie dem Waldviertel. Auch der Saibling aus dem Nationalpark Gesäuse ist eine gute Wahl, er kommt aus den natürlichen Gebirgsgewässern. Der geräucherte Ja! Natürlich Saibling ist eine wunderbare Alternative zu anderen Räucherfischen aus fragwürdiger Quelle. Die Saiblinge leben im natürlichen Lebensraum im frischen, klaren Gebirgswasser mit garantiert biologischer Fütterung, dadurch ist das Fleisch besonders fein und schmackhaft. Vorbeugender Antibiotikaeinsatz, welcher in vielen Fischzuchtanlagen üblich ist, ist selbstverständlich verboten.

Den Ja! Natürlich Bio-Karpfen aus dem Waldviertel gibt's exklusiv bei MERKUR.

Make Karpfen great again!

Der Karpfen ist meiner Meinung nach eines der unterschätztesten Lebensmittel überhaupt. Viele rümpfen aufgrund schlechter Erinnerungen die Nase. Dabei kommt es nur auf die Qualität an! Da Karpfen genügsam sind, leben sie leider auch unter widrigen Umständen in dreckigen Gewässern und mit minderwertigem Futter. Nur schmeckt man das dann auch. Werden sie hingegen in sauberen Teichen gehalten und mit hochwertigem Futter gefüttert, sind Karpfen ganz exzellente Fische! Unsere Waldviertler Teichwirte füttern selbstverständlich nur BIO-Futter wie z.B. Bio-Getreide. Auch dass Karpfen Fett ist stimmt nicht, er ist mit ca. 7% Fett ähnlich wie Forellen eine relativ magere Eiweißquelle. Heimischer Bio-Karpfen ist nicht nur viel köstlicher als sein Ruf, er ist aus ökologischer Sicht einfach unschlagbar, die Bio-Zucht äußerst umweltschonend. Anders als die meisten Fische sind Karpfen Allesfresser. Er ernährt sich also vorwiegend pflanzlich und nicht von anderen Fischen. Sogar Greenpeace empfiehlt in ihrem Fischratgeber den Bio-Karpfen als beste Wahl, ebenso der WWF-Fischratgeber. Aber wie soll man ihn essen? Er muss nicht gebacken sein. Hier ein paar Rezepte von Bloggern, die den Karpfen auch für sich entdeckt haben:

Video von unserem Besuch bei den Waldviertler Teichwirten:

Bio-Lebensmittel

Die biologische Landwirtschaft ist nachweislich die umweltschonendste Form der Lebensmittelproduktion. Egal ob es um Gemüse, Obst oder den Zucker fürs Keksebacken geht. Bio-Betriebe bauen auf einen gesunden Boden und schonen das Klima. Sie verzichten auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Spritz- und Düngemitteln, das freut auch die vielen nützlichen Bodelebewesen, die uns auch als Nützlinge dienen und den natürlichen Kreislauf am Leben erhalten. Wer zu Bio-Lebensmitteln greift, bekommt nicht nur köstliche, beste Qualität, sondern trägt auch selbst aktiv zum Klimaschutz bei. Die sind zugegebenermaßen meist ein wenig teurer, aber vielleicht kann man den Feiertagseinkauf noch in der Menge und Auswahl der Speisen noch optimieren, anstatt an der Qualität zu sparen: Wer weniger wegwirft und zu regionalen, saisonalen Produkten greift, spart Geld, ohne dass Menschen, Tiere oder die Umwelt draufzahlen müssen.

Mehr pflanzliche Köstlichkeiten tun Mensch und Umwelt gut!

Für viele gehört ein Festtagsbraten auf jeden Fall zu Weihnachten dazu. Es spricht aber nichts dagegen, den Anteil an pflanzlichen Köstlichkeiten zu erhöhen und zumindest für ein ausgewogeneres Verhältnis zu sorgen. Wie wäre es zum Beispiel mit Rote-Rüben-Kürbis Spießchen als Appetizer? Zur Jause schmecken festliche Salate genauso gut wie Schinken- und Käseplatte. Meisterkoch Julian wagt sich an eine pflanzliche Alternative zum Festtagsbraten: ein imposanter gefüllter Kürbis! Probiert einfach mal aus, mehr pflanzliche Komponenten in die Festtage einzubauen, ihr werdet sehen, dass es dem Genuss keinen Abbruch tut und das Wohlbefinden steigt! So wird auch Bio-Fleisch, Wurst und Käse leistbarer, wenn man tierische Produkte in Maßen, dafür in bester Qualität kauft – so lautet das Genussrezept. Weggeworfen wird dann hoffentlich auch nichts mehr.

Palmölfreie Weihnachten!

Zu viele Süßigkeiten enthalten Palmöl, besonders gekaufte Backwaren, Blätter- und Strudelteige, Eis oder auch Aufstriche. Mit Ja! Natürlich kommst du garantiert palmölfrei durch die Feiertage ohne auf deine Lieblingsspezialitäten verzichten zu müssen, denn das komplette Sortiment ist mit 1.100 Produkten palmölfrei. Es lohnt sich also einerseits, Kekse & Co aus besten Biozutaten selbst zu machen oder eben zu palmölfreien Keksen, Schokoladen und Co. zu greifen. Nur ein paar Beispiele für palmölfreie Bio-Köstlichkeiten:

Habt ihr noch Tipps? Wir wünschen euch schon jetzt frohe, genüssliche Festtage! Wir sind gespannt, was bei euch auf den Tisch kommt. Lasst es uns hier in den Kommentaren wissen oder auf Social Media mit #bioweihnachten!

Über Bio-BloggerIn Lisa109 Artikel

Nach einigen Jahren als externe Partnerin bin ich 2017 ins Ja! Natürlich Team gekommen und bin seither unter anderem für die Inhalte hier zuständig. Meine Begeisterung für gutes Essen, Nachhaltigkeit und biologische Landwirtschaft prägt mein Leben seit vielen Jahren sowohl beruflich als auch privat. Noch mehr darüber zu lernen und das Wissen von den vielen ExpertInnen bei und um Ja! [...]

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