Alles zu seiner Zeit: Bio-Gemüsevielfalt im Winter

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Wem zu klassischem Wintergemüse nur Zwiebeln, Sellerie und eingelagerte Karotten einfallen, der sollte jetzt unbedingt weiterlesen! Denn bei den vielfältigen Sorten von Ja! Natürlich an winterlichem Bio-Gemüse wird einem richtig warm ums Herz. Von September bis April – je nach Sorte – zieht sich die kalte Saison mit der heißen Wintergemüse-Auswahl: Von Kohlgemüse bis Schwarzem Rettich, von Kohlrabi bis Karfiol, von Süßkartoffeln bis Suppengemüse und mehr.  

Hier gibt’s zum Download den Wintergemüse-Zeitplan, wann es welche Sorte bei Billa und Merkur gibt.

 

Gemüse in Bio-Qualität bedeutet…
  • ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel
  • ohne künstliche Dünger
  • gentechnikfrei
  • widerstandsfähige Sorten, dem Standort angepasst
  • strengtes Kontrollsystem
  • Kontrollen noch vor der Ernte

Knollensellerie (Österreich). Hinter der unscheinbaren Knolle verbergen sich ätherische Öle, die dem Sellerie zu seinem herb-würzigen Geschmack verhelfen.

Knollensellerie schälen, in kleine Würfel schneiden und in Suppen oder Saucen verkochen. Italienische Pasta-Bolognese-Rezepte setzen ihn auf die Pflichtliste, zusammen mit Karotten und Tomaten. Auch als Püree kam der Sellerie in den letzten Jahren häufig zu Tafel-Ehren.

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Suppengemüse (Österreich). In der Suppentasse sind alle klassischen Suppenwurzelgemüsearten wie Karotten, Petersilie, Lauch und Knollensellerie drin. Der Mix ist ideal für kräftige Suppen und für herzhafte Eintöpfe.

Nach Lust und Laune können frisch gehackte Kräuter beigegeben werden – das i-Tüpfelchen einer ausgewogenen Wintermahlzeit!

Pastinaken (Österreich). Der Biss und die Süße der Karotte, im Mix mit der Würze der Petersilienwurzel:

Pastinaken sind eine geniale Kombi, die nicht viele Extras braucht und auch als Rohkost überzeugt. Gekocht, geröstet oder gebacken kommen das süßlich-würzige Aroma und der nussige Geschmack aber noch besser zur Geltung.

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Stängelkohl (Italien).  Diese Spezialität ist eine Mischung aus Speiserübe und Brokkoli, hat lange Stiele und in der Mitte kleine Röschen.

Typisch ist sein bitteres Aroma – die meisten gesunden Bitterstoffe befinden sich in den dunkelgrünen Blättern.

Stängelkohl passt zu Pasta, Reisgerichten, Fleisch, Fisch und Tofu. Am besten einfach in Olivenöl mit Knoblauch dünsten!

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Chinakohl (Österreich). Der Name lässt es ahnen – er kommt aus China, wo er schon vor 1500 Jahren angebaut wurde.

Die Kreuzung aus Rübe und Pak Choi ist leichter verdaulich als andere Kohlarten, hat einen milden Geschmack und saftige Blätter. Enthaltene Senföle adeln ihn zum aromatischen Gemüse.

Bekannt als Salat, gibt er ebenso sein Bestes als Rouladenhülle mit Fleischfülle, in Suppen, Wokgerichten und Eintöpfen.

Karfiol (Italien). Das beliebte Gemüse ist auch unter Blumenkohl bekannt. Die kalorienarme Kohlsorte verfügt über köstliche Ballaststoffe, die lange satt machen. Dien enthaltenen Senföle schmecken besonders aromatisch.

Die weich gekochten Karfiolröschen passen zu Fleisch und Fisch, als Auflauf, überbacken mit Käse und in Suppen.

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Brokkoli (Italien). Seine Heimat ist Klein-Asien, wo er von den alten Griechen kultiviert und von den Römern in den Speiseplan übernommen wurde. Brokkoli hat seinen klassisch geschmacklichen Platz zu Fisch- und Fleischgerichten, aber auch überbacken ist er köstlich. Wichtig beim Dünsten: Immer aus dem siedenden Wasser nehmen, solange er noch knackig und grün ist – sobald er sich gelblich verfärbt, ist er „überkocht“!

Schwarzer Rettich (Österreich). Nur nicht verwirren lassen – das Fruchtfleisch des schwarzen Rettichs ist genauso weiß wie das seines weißen Bruders. Er hat einen würzigen, leicht scharfen Geschmack und gibt roh, geschält und fein gehobelt Salaten ein intensives Aroma.

Wie er gekocht am besten zubereitet wird, hängt vom Rezept ab. Hier gibt’s g‘schmackige Anregungen:Karpfen in Kornflakes-Kruste auf schwarzem Rettich-Kresse Püree und Nussbutter

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Lauch (Österreich). In Österreich auch Porree genannt, ist er milder im Geschmack als seine Verwandte, die Zwiebel. Die enthaltenen ätherischen Öle machen seinen typischen Geschmack aus, die zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen und als gesundheitsförderlich gelten.

Viel Geschmack und wenig Kalorien in Salaten, Eintöpfen, Suppen und als Beilage zu Fisch und Fleisch.

Artischocken (Italien). Die Blütenstände der imposanten Pflanze sind eine Delikatesse – genauer gesagt das Herz. Artischocken und ihr Innerstes sind allerdings sehr empfindlich und wollen sachgemäß zubereitet werden, denn schon nach wenigen Minuten werden die Artischockenherzen braun.

Es empfiehlt sich, rasch zu arbeiten – am besten nach Anleitung unseres Bio-Meisterkochs Julian. Im untenstehenden Rezept erklärt er Schritt für Schritt:

Stangensellerie (Italien). Die aromatischere Knolle ist seine Schwester, dafür ist die Stangenversion weitaus knackiger und frischer im Geschmack, die auch roh wunderbar zur Geltung kommt – einfach in Dipsaucen tauchen und knabbern!

Gekocht passt er für Gemüsesuppen, Eintöpfe oder Pastasaucen. Die Blätter werden auch gerne als Würzkraut in Suppen und Saucen verwendet.

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Rote Rüben (Österreich). Bekannt als eingelegtes Sauergemüse, sind sie frisch gekocht und zubereitet eine wahre Delikatesse. In freier Natur im Marchfeld und im Waldviertel angebaut, entwickeln sie durch direkte Sonne ein feines erdiges Aroma.

Die Knollen erst schälen, nachdem sie etwa eine Stunde in Salzwasser gekocht wurden! Das verhindert das „Ausbluten“ und der aromatische Saft bleibt in den Rüben.

Mangold (Italien). Die saftig grünen Blätter stehen vor allem in südlichen Ländern als beliebtes Gemüse am Einkaufszettel. Verwandt ist Mangold mit den Rüben. Er lässt sich wie Spinat verarbeiten:

Die gewaschenen Blätter im Ganzen kurz weich dünsten, sodass sie noch grün und knackig bleiben. Und auch als Smoothie macht der Mangold gute Figur.

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Die Jahreszeiten Kochschule

Kohl-, Wurzel-, Knollen- und Grüngemüse & Erdäpfeln: Wer wissen möchte, wie all diese veganen Winterklassiker am besten zubereitet werden (und wer kennt sich schon aus mit Topinambur, Puntarelle oder Pastinake?), dem empfehlen wir das Buch „Die Jahreszeiten Kochschule“ von Katharina Seiser und Richard Rauch.

Topinambur (Österreich). Die erdigen Knollen haben ihr Heimat in Nordamerika – die Ja! Natürlich Topinambur kommt aus dem Retzerland. Statt schälen genügt gründlich schrubben – die Schale ist essbar und steckt voller bioaktiver Stoffe.

Roh in Salate geraspelt oder gehobelt schmeckt die Wurzel leicht erdig, gegart in Suppen, gekocht als Püree, in Puffern, im Auflauf oder als gebackene Chips gibt sich Topinambur hingegen nussig und süß.

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Süßkartoffel (Österreich). Ihr Name verrät ihr Geheimnis: Sie ist süß und mild im Geschmack. Süßkartoffeln am besten in einem trockenen Raum und nicht im Kühlschrank lagern!

Die Ja! Natürlich Süßkartoffel stammt zur Saison aus Niederösterreich. Wer sie einmal probiert, wird sie lieben – gekocht, gegrillt oder als Pommes.

Regionalität bevorzugt, aber…

365 Tage Obst und Gemüse aus Österreich – eine Illusion: Viele Sorten, auf die wir nicht verzichten wollen, gedeihen in unseren Breitengraden nicht. Und energieaufwändig beheizte Glashäusern sind umwelttechnisch keine Lösung für Regionalität um jeden Preis – vom Geschmack ganz abgesehen. Einige unserer Wintersorten kommen deshalb aus Italien.

Um genau zu wissen, von wo und unter welchen Bedingungen Obst und Gemüse bezogen wird, hat Ja! Natürlich eine Herkunftsstrategie festgelegt:

  • Wenn keine zusätzliche Heiz-Energie eingesetzt werden muss, hat die österreichische Herkunft immer Vorrang.
  • Ist eine heimische Produktion aus klimatischen Gründen nicht möglich, dann darf auf angrenzende europäische Länder ausgewichen werden. Dabei kooperiert Ja! Natürlich mit fixen Partnerbetrieben, die intensiv kontrolliert werden.
  • Auf Transporte mit dem Flugzeug wird verzichtet.
  • Importe aus Übersee-Gebieten per Schiff gibt es nur für Früchte, die bei uns nicht wachsen.
  • In Entwicklungsländern achtet Ja! Natürlich auf soziale Projekte und fairen Handel

Fotocredit: istockphoto.com (Puntarelle, Topinambur, Süßkartoffel)

Über Bio-BloggerIn Margit80 Artikel

Ernährungsexpertin mit Bio-Leidenschaft. Ich studierte Ernährungswissenschaften: ein Studium, bei dem es sehr viel um die einzelnen Bestandteile der Lebensmittel geht. Da ich auch etwas über die Wirkung eines Lebensmittels in der Gesamtheit erfahren wollte, absolvierte ich weitere Ausbildungen: wie Ernährungslehre nach traditionell chinesischer Medizin, Lehrgang Heilkräuterkunde, [...]

Kommentare (2)

Hubert Endl sagt

Die Verpackung von dem Fenchel sagt "Bio in Hülle und Fülle" und mehr findet man auf dieser Website. nur hier ist nichts zu finden !!??.
Die Verpackung sieht aus als ob die Innenseite "plastifiziert" sein. Aber nach einem Test mit einem Feuerzeug hat es nicht nach Plastik gestunken, daher nehme ich an dass dem nicht so ist. Nur warum finde ich hier keine Details dazu?

Hubert Endl sagt

Auf der Packung für Fenchel steht dass es hier "Bio und Hülle und Fülle" gibt und Details sind auf dieser Website zu finden. Nur hier ist nichts zur Verpackung zu finden.???
Die Innenseite der Verpackung sieht aus als ob sie "plastifiziert" wäre. Nach einem Test mit einem Feuerzeug hat es nicht nach Plastik gestunken. Nur warum gibt es dazu keine Aufklärung hier??.

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