Süße und pikante Pinzgauer Kichei mit Holunder-Blüten

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Sobald die Menschen sesshaft wurden, entwickelte sich der Holunder rasch zur Begleitpflanze von menschlichen Siedlungen, er sucht regelrecht die Nähe der Menschen. Bis heute fehlt bei kaum einem Bauernhaus ein Holunder. So verwundert es kaum, dass er zu den ältesten Heilpflanzen gezählt wird. Für die naturverbundenen Menschen früherer Zeiten war der Holunder kein Strauch wie jeder andere. Er war einerseits Baum des Lebens, andererseits Baum des Todes, er war Hausapotheke und Sitz der guten Hausgeister. Vor allem wird er aber geschätzt, da man im Frühjahr die Blüten und im Herbst die schwarzen Beeren ernten kann.

Zutaten:

Zubereitung:

  1. Für den Backteig alle Zutaten verrühren und 15 Minuten rasten lassen.
  2. Die Blüten gut anschauen, damit keine kleinen Insekten in den Dolden übersehen werden.
  3. Käse grob reiben.
  4. Blüten einzeln in den Teig tauchen und schwimmend in heißem Fett heraus backen.
  5. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

 

pikante Variante: Sofort mit geriebenem Käse bestreuen und mit Salat servieren.

süße Variante: Mit Zucker bestreuen und servieren. Eine besondere Note bekommen die Holunderblüten, wenn man Kräuterzucker verwendet.

Holunder

Ja, der Holunder ist es allemal wert, sich näher mit ihm zu beschäftigen. Es werden ihm erstaunliche Kräfte nachgesagt. Heißt es doch: „Vor jedem Hollerbusch sollte man den Hut ziehen“ so wertvoll und heilsam ist er. Die Blüten sind vielfältig einsetzbar in der Küche, als Mittel und in der Naturkosmetik, als Tee, Sirup, Öl, Salbe oder Essig. Den weiß gelben Blütendolden sagt man eine sehr wärmende und wohltuende Wirkung nach. Am besten erntet man die Dolden an einem sonnigen Tag, wenn die Blüten voll geöffnet sind und sie ihren wunderbaren, betörenden Duft verbreiten. Dann sind die meisten Wirkstoffe enthalten.

Am nachhaltigsten ist es noch immer, selber zu kochen und zwar mit frischen, saisonalen Bio-Produkten. Je stärker ein Nahrungsmittel verarbeitet ist, desto mehr verliert es an seiner Echtheit und desto ungesünder wird es.

Andrea Rieder
Sich's gutgehen lassen bei Andrea Rieder

Wusstest du, dass man die Kräuter-Expertin besuchen kann? Am Bauernhof der von Andrea Rieder stehen Mitmachen und Wohlfühlen am Programm. So wird Bio für die ganze Familie erlebbar. Im Nationalpark Hohe Tauern gelegen ist der Hof Ausgangspunkt für ein vielfältiges Urlaubsprogramm.

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Über Bio-BloggerIn Andrea42 Artikel

Kräuter haben mein Leben von klein auf „mit gelebt“. Es war in meiner Familie immer selbstverständlich, diese beim Kochen in vielfältigster Art und Weise zu verwenden und zu genießen. Sauerampfer, Gänseblümchen und Co wurden auf dem Schulweg gegessen. Bei all den kleineren und größeren Blessuren die einem im Leben begleiten, wurde mit Ringelblumensalbe, Arnikatinktur, [...]

Kommentare (1)

Andrea Rieder sagt

An alle, die jetzt fleißig Holunderblüten herausbacken, noch ein kleiner Tipp von mir --
die Holunderblüten mit dem Stängel heraus backen und diesen vor dem Servieren wegschneiden. Auf diese Art und Weise verbrennt man sich die Finger nicht so leicht. Gutes Gelingen !

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