Andrea Rieders Hexenpfeffer

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Die Holunderzeit ist wieder da, weiß blühend überziehen sie das Land mit ihren weißen Blüten. Überall hat man den feinen Duft nach Holunder in der Nase. Nach der Blüte kommen dann die grünen Beeren und diese wollen wir mit diesem Rezept verarbeiten. Der Hexenpfeffer, auch Holunderkapern genannt, kann wunderbar als Kapernersatz beim Kochen verwendet werden und schmeckt herrlich zu Käse, zur Jause, zu allen Kartoffelgerichten und zu Fisch.
Aber aufpassen, roh sind die grünen Beeren unverträglich, unbedingt kochen und das Kochwasser wegschütten; die Unverträglichkeit wird durch das Sambunigrin verursacht.

Kräutertipp: Dill (Anethum graveolens)

Dill ist ein Gewürzkraut, das dem Fisch, dem eigelegtem Gemüse, dem Gurkensalat  und verschiedenen Suppen mit seinem unvergleichlichem Geschmack eine besondere Note gibt. Dill erst zum Ende der Kochzeit zu den Gerichten geben, damit sich das ätherische Öl nicht verflüchtigt.
Dill ist eine einjährige Pflanze und muss jedes Jahr neu ausgesät werden. Das Kraut fühlt sich an einem sonnigen Platz am Wohlsten. Ursprünglich wurde Dill auch als Heilkraut verwendet, es wird dem Kraut eine beruhigende, milde und blähungslindernde Wirkung nachgesagt.

Zutaten für den Hexenpfeffer

Zubereitung

  1. Die grünen, unreifen Holunderbeeren pflücken, von den Stielen befreien, verlesen und waschen.
  2. Die Beeren in Salzwasser 10 Minuten kochen, abseihen (das Kochwasser weggießen!) und in kleine Gläser füllen.
  3. Aus Essig, Kräutern, Gewürzen, halbierten Knoblauchzehen, Zucker und Salz einen Kräuteressig kochen.
  4. Diesen abseihen, in jedes Glaserl eine halbe Knoblauchzehe geben und den Kräuteressig über die gekochten Beeren gießen. Gut verschließen und beschriften. Den „Hexenpfeffer“ dunkel und kühl aufbewahren.
    Vor dem Genießen mindestens 2 Wochen durchziehen lassen. Nach dem Öffnen des Glases sollten die Kapern rasch verzehrt werden. Also am Besten, in kleine Gläser abfüllen.

Die Natur hält vieles für uns bereit - aber immer nur Kräuter und Beeren verwenden, die man genau kennt.

Über Bio-BloggerIn Andrea43 Artikel

Kräuter haben mein Leben von klein auf „mit gelebt“. Es war in meiner Familie immer selbstverständlich, diese beim Kochen in vielfältigster Art und Weise zu verwenden und zu genießen. Sauerampfer, Gänseblümchen und Co wurden auf dem Schulweg gegessen. Bei all den kleineren und größeren Blessuren die einem im Leben begleiten, wurde mit Ringelblumensalbe, Arnikatinktur, [...]

Kommentare (2)

Christoph Rosswalka sagt

Super und interessanter Beitrag

Ja! Natürlich sagt

Danke, das freut uns sehr!

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