Besuch beim Bio-Spargelbauern: Das „Königsgemüse“ in guter Gesellschaft

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Wolkenloser blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und rundherum das Marchfeld, das sich mit seiner schier unendlichen Weite wie ein riesiger bunter Teppich ausbreitete – die Bedingungen für den ersten Event der diesjährigen „Aus Bauernhand“-Serie hätten gar nicht besser sein können.

Treffpunkt und gleichzeitig erste Station auf dem Gut Markhof der Bio-Bauern Brandenstein war ein kleiner Tisch auf einer endlos wirkenden grünen Wiese, gedeckt mit frischem Brot, Butter, Schnittlauch und Kresse, jungen zarten Karotten und selbst gemachter Erdbeerlikör. Als alle Besucher eingetroffen waren, folgte ein kleiner Spaziergang vorbei an Karotten- und Erdbeerfeldern und hinaus auf eines der Spargelfelder. Schon von weitem erkannte man die „Dämme“, unter denen sich die riesigen kraftvollen Spargelwurzeln ausbreiten.

Aus Bauernhand

„Aus Bauernhand“ ist ein Projekt, in dem wir mit unseren interessierten Gästen regionale Bio-Bauern besuchen, mit ihnen kochen, genießen und Einblick in ihre Arbeit und Leidenschaft nehmen dürfen.

Jede Form der aktiven Landwirtschaft ist ein Eingriff in die Natur, deshalb müssen wir der Natur auch etwas zurückgeben.

Markus Brandenstein

Bio-Bauer Markus Brandenstein nimmt es ernst mit dem Bio-Gedanken und führt anschließend die Gäste in die hohe Kunst des Spargelstechens ein. Als Stärkung vor dem Festmahl am Gut servierte Edi Dimant (Mochi Wien) feine Buns mit Hühnerlaibchen, Pilzen, Pesto und schwarzem Rettich direkt am Feld. Kurz darauf führte uns die kulinarische Reise weiter zur wunderschön gedeckten Tafel auf einem Platz inmitten des historischen Anwesens, das zu Zeiten der Monarchie der größte Pferderennstall des Kaisers war.

Als ersten Gang zauberten die Mochi-Köche Saiblings-Tataki mit Spargel-Kohlrabi-Salat und Soja-Apfel-Marinade. Ein höchst interessantes österreichisch-asiatisches Crossover, das die Neugierde auf den zweiten Gang noch steigerte –  Rindermark mit Onsen-Ei, Teriyaki-Sauce und Spargel. Als dann die Schweinsrippchen mit Gersten-Miso, gegrilltem Spargel und jungen Karotten folgten, wurde es kurz still am Tisch. Der Duft und der Geschmack sorgten für genussvolle Begeisterung – und Schweigen. Als süßen Ausklang gab es Matcha-Topfenknödel auf frischen Feld-Erdbeeren und Rhabarber. Und auch diese hätten besser nicht sein können.

Mit vollem Bauch, einem zartrosa Teint von der Sonne und einem Glas eingemachtem Spargel verabschiedeten wir uns vom Gut Markhof und der Familie Brandenstein – die zahlreichen neuen Eindrücke werden wir aber noch lange in Erinnerung behalten.

Über Bio-BloggerIn Meli15 Artikel

Ich war eines der glücklichen Kinder, die auf einem Bauernhof aufwachsen durften und kostete in der kleinen Dorfbäckerei meiner Großeltern das kulinarische Leben am Land vollends aus. Nach einigen Jahren in Wien habe ich allerdings erst gelernt, wie wertvoll diese Erfahrungen sind und wie wichtig die Natur, das Handwerk und der unstillbare Hunger nach höchster Qualität für mich, meine [...]

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