Beim Mostviertler Bio-Bauern: Streuobstwiesen soweit das Auge reicht

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Schon bei der Anreise auf den Bio-Hof der Familie Hochwallner wird man begleitet von den majestätischen Obstbäumen, die die Wiesen säumen. Es sind große und kleinere, gerade und verschnörkelte, einmal mit mehr und einmal mit weniger Blättern und Früchten darauf. Je nachdem, welche Sorte der Baum trägt und wie alt er schon ist. Traumhafter Sonnenschein und ein angenehmes spätsommerliches Lüftchen hießen die Aus-Bauernhand-Gäste hier im Mostviertel willkommen.

Aus Bauernhand

„Aus Bauernhand“ ist ein Projekt, in dem wir mit unseren interessierten Gästen regionale Bio-Bauern besuchen, mit ihnen kochen, genießen und Einblick in ihre Arbeit und Leidenschaft nehmen dürfen.

„Die Most-Obstbäume gehören einfach immer schon zum Mostviertel“,

Herbert Hochwallner

…erzählte uns der Bio-Bauer Herbert Hochwallner, als zur Begrüßung frisch gepresster Apfel- und Birnensaft, gedörrte Apfelspalten und Butterbrot mit frischem Majoran verteilt wurde.

Video

Wer sich von der Schönheit der Natur im Mostviertel und von der engagierten Arbeit der Familie Hochwallner bildlich überzeugen möchte, der klickt auf unser VIDEO.

Herbert lud die Gäste zu einer kleinen Wanderung auf den Hügel zu den großen Obstbäumen ein, von wo aus man nicht nur den Hof in all seiner Pracht wahrnehmen konnte, sondern darüber hinaus auch bis zur Donau hinein ins Mühlviertel blicken konnte. Währenddessen bereitete Emanuel Weyringer vom Restaurant Weyringer am Wallersee im Schatten eines großen Birnenbaumes den ersten Gang für die begeisterte Gruppe vor: Weidejungrind mariniert mit Leche de Tigre, verfeinert mit Cognac-Birnen und Rucolasud, dazu gesüßte Kräuterseitlinge.

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Es folgte eine kurze Erklärung zum Aufbau des Hofes und zu Herberts ganzem Stolz, dem Holzvergaser, mit dem er die nötige Energie für die Bewirtschaftung erzeugt. Gestärkt schlenderten die Gäste danach die Wiese hinunter und fanden vor dem Haupthaus, neben dem Bio-Teich und dem wunderschön gepflegten Gemüse- und Blumengarten von Herberts Frau eine liebevoll gedeckte Tafel vor. Emanuel und sein Team hatten den nächsten Gang natürlich schon bereit und servierten Momos von der Bachforelle mit Apfel-Dashi und Strohschwein Grammeln. Eine herrliche Kombination, die Neugier auf die noch kommenden Gänge weckte. Das Risotto vom Fallobst umrundet mit säuerlichem Salat und Haselnusslaska nahm uns geschmacklich mit auf eine Reise nach Malaysien und zeigte sogleich wie vielseitig die Einsatzmöglichkeiten von Obst in der Küche doch sind.

Emanuels Kombinationen begeisterten die Aus-Bauernhand-Gäste und auch der Hauptgang übertraft die Erwartungen:

Junglammrücken mit roten Rüben, chinesischer Freiland-Eiersauce und Griess-Malzgnocchi.

Doch vor allem die Nachspeise sorgte für Aufmerksamkeit und leises Zischeln am Tisch, ein paar wunderschön drapierte Cremen und Farbtupfen. Erst als alle aufgegessen hatten, klärte uns Emanuel auf: Es war Ziegenfrischkäse mit Birnensake, Minzöl, Dinkelcracker und Tintenfisch-Maracuja-Sorbet. Nach diesem hervorragenden Menü lud der Bauer die Besucher noch ein, einen Blick hinter die Kulissen seines Hofes zu werfen, ehe es zum Abschied noch für jeden ein Gläschen Apfel-Zwiebel-Chutney gab.

Über Bio-BloggerIn Meli15 Artikel

Ich war eines der glücklichen Kinder, die auf einem Bauernhof aufwachsen durften und kostete in der kleinen Dorfbäckerei meiner Großeltern das kulinarische Leben am Land vollends aus. Nach einigen Jahren in Wien habe ich allerdings erst gelernt, wie wertvoll diese Erfahrungen sind und wie wichtig die Natur, das Handwerk und der unstillbare Hunger nach höchster Qualität für mich, meine [...]

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