Bio-Bäuerin Andrea Rieder kocht: Brennnessel-Stangerl

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Die Brennnessel hat in der Volksmedizin eine lange Tradition. Sie ist eine alte Heilpflanze und wertvolle Nahrungsergänzung, ist auf der Welt weit verbreitet und überall bekannt. Sie ist eines der ersten Kräuter im Frühjahr und begleitet uns bis spät in den Herbst hinein.

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Die Brennnessel steht uns stets zur Verfügung und wird trotzdem oft übersehen und nicht wertgeschätzt. Ja, sie macht es uns aber auch nicht immer leicht, sticht und brennt es doch, wenn wir sie berühren. Wir haben aber das Glück, dass wir uns diese Tugenden zu Nutze machen können. Ob mit den ersten jungen Trieben im Frühjahr als Tee zum Entschlacken oder in der Küche, mit ihren Wurzeln für eine Tinktur oder im Herbst mit dem Brennnesselsamen als Stärkung, ist sie vielseitig und abwechslungsreich einsetzbar.

Kräuterpfarrer Künzel hat schon richtig bemerkt: „Hätte die Brennnessel keine Stacheln, wäre sie schon längst ausgerottet, so vielseitig sind ihre Tugenden.“

Kräutertipp:

Die Brennnessel wirkt blutreinigend, blutbildend, entschlackend, stoffwechselanregend und allgemein stärkend, ja sie steht für Vitalität! Übersäuerung ist auch ein Zeichen unserer Zeit (ja, wir gehen manchmal wirklich „sauer“ durchs Leben, nicht nur der Körper, sondern auch das Gemüt!) — auch da steht die Nessel bereit, wird ihr doch eine entsäuernde, basische Wirkung nachgesagt.

Brennnessel-Stangerl Zutaten:

  • 2 Ja! Natürlich Dinkelblätterteig
  • 1 kleine Ja! Natürlich Zwiebel
  • 4 Handvoll Brennnesselblätter, Giersch, Schnittlauch, Petersilie,.. ( je nach Geschmack und Verfügbarkeit)
  • 250 g Ja! Natürlich Topfen
  • 150g Ja! Natürlich Bergkäse ( oder Käsereste)
  • 3 Ja! Natürlich Eier
  • Kräutersalz und Pfeffer
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Koch-Tipp

Brennnesselblätter pflücken und vor der weiteren Verwendung in der Küche ein paar Mal mit dem Nudelwalker drüber walken, es brechen die Brennhärchen und es brennt nicht mehr.

Brennnessel-Stangerl Zubereitung:

1. Fein gehackte Zwiebel in Butter andünsten.

2. In der Zwischenzeit junge Brennnesselblätter, Giersch und andere verfügbare Kräuter fein schneiden und mit der Zwiebel anschwitzen.

3. In einer Schüssel den Topfen, den geriebenen Käse mit den Eiern verrühren, salzen und pfeffern.

4. Die Wildkräutermischung darunter rühren.

5. Auf eine Blätterteigplatte streichen. Mit der zweiten Blätterteigplatte bedecken, Streifen schneiden und zu Spiralen drehen. Bei 200°C knusprig und goldgelb backen.

Noch mehr Information und Verwendungsmöglichkeiten findet Ihr in der Brennnessel – Broschüre vom Hollersbacher Kräutergarten. www.hollersbacher.at

Über Bio-BloggerIn Andrea12 Artikel

Kräuter haben mein Leben von klein auf „mit gelebt“. Es war in meiner Familie immer selbstverständlich, diese beim Kochen in vielfältigster Art und Weise zu verwenden und zu genießen. Sauerampfer, Gänseblümchen und Co wurden auf dem Schulweg gegessen.Bei all den kleineren und größeren Blessuren die einem im Leben begleiten, wurde mit Ringelblumensalbe, Arnikatinktur, [...]

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