Bio-Kaffee aus Mittel- und Südamerika: FAIRTRADE und streng kontrolliert

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Erlesene Arabica-Bohnen in streng kontrollierter Bio-Qualität aus dem Peruanischen Hochland und Honduras sind die Basis für die beiden Kaffeesorten von Ja! Natürlich: Der gemahlene aromatische Hochland Kaffee und der vollmundige Espresso Crema in ganzer Bohne. Schonende Röstung, hervorragende Böden und ein gemäßigtes Klima im süd- und mittelamerikanischen Hochgebirge geben den hochwertigen Kaffeebohnen Aroma, Geschmack und angenehme Säure.

Bio-Bauern und -Bäuerinnen aus dem Hochland Zentral- und Südamerikas bauen den Ja! Natürlich Kaffee an. Um sicherzustellen, dass die Menschen unter sozial gesicherten Bedingungen arbeiten, ist der Ja! Natürlich Kaffee FAIRTRADE-zertifiziert und wird von FAIRTRADE-ProduzentInnen angebaut. Faire Handelsbedingungen ermöglichen den ArbeiterInnen, Kleinbauern und -bäuerinnen in den Anbauländern, in eine nachhaltige Zukunft zu investieren und die Lebenssituation ihrer Familien zu verbessern.

FAIRTRADE in Bio-Qualität

Fairtrade fördert die Umstellung auf Bio-Anbau ganz gezielt. Drei Jahre dauert es, bis eine Finca vollständig umgestellt ist und ohne chemisch-synthetische Zusätze arbeitet. Erst nach dieser Zeit wird wieder die gleiche Menge Kaffee geerntet, die vor der Umstellung geerntet wurde – allerdings mit höheren Erträgen:  „Bio-Kaffee erzielt am Markt bessere Preise. FAIRTRADE zahlt 20 Cent pro Pfund Rohkaffee als FAIRTRADE-Prämie und zusätzlich dazu für biologisch angebauten Kaffee 30 Cent pro Pfund Bio-Prämie um die ökologische Anbauweise gezielt zu fördern.

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Die Gesellschaft investierte außerdem in die Verbesserung ihrer Administration. Ein weiterer Teil der Fairtrade-Pämie wurde für die Förderung von Klein- und Kleinstunternehmen in der Umgebung der Kooperative investiert. Rund 10 Prozent der Prämiengelder flossen bislang in Bildungsmaßnahmen für die Kooperativenmitglieder und deren Familien. Unterstützt wurden ebenso die örtliche Gruppe des Roten Kreuzes mit Geld für Medikamente und neue Reifen für die Fahrzeuge der Organisation. Auch die Reservestromversorgung eines benachbarten gynäkologischen Zentrums wurde finanziert.

FAIRTRADE-Kooperativen sichern fairen Kaffee-Handel

In Peru haben sich über 60 Kooperativen im Nordosten des Landes zur Kaffeeorganisation „Central Fronteriza Del Norte De Cafetaleros“ (kurz CENFROCAFE) zusammengeschlossen. Die Fairtrade-Prämien ermöglichen der Organisation, in Projekte zur Produktionssteigerung zu investieren oder die Vergabe von Mikrokrediten an Kleinbauernfamilien.

In Honduras sind die Kaffeeproduzenten in der „Café Orgánico Marcala S.A.“ (kurz COMSA) vereint. Mit den Einnahmen aus FAIRTRADE-Prämien konnten unter anderem bereits mehrere Trockenöfen gekauft und Bildungsmaßnahmen für Mitglieder und ihre Familien finanziert werden.

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CENFROCAFE in Peru

1999 wurde die Organisation gegründet, um die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Kleinbäuerinnen und -bauern vor Ort zu verbessern. Durch die FAIRTRADE-Prämien konnten bei CENFROCAFE bereits viele Gemeinschaftsprojekte verwirklicht werden. Ein besonderes Anliegen der Organisation ist die Gesundheit seiner Mitglieder. Daher wurde mit Hilfe der Prämien ein Programm für Mikrokredite eingerichtet, das es den Kleinbauernfamilien erlaubt, sich kurzfristig für Arztbesuche und Medikamente zu einem günstigen Zinssatz Geld zu leihen. Auch in die Produktivität der Kooperativen wurde investiert. Die Gelder aus einem gegründeten Fond sind für Investitionen, die der Produktionssteigerung dienen, vorgesehen.

COMSA in Honduras

COSMA ist keine Kooperative im herkömmlichen Sinne, sondern eine demokratische Aktiengesellschaft. Als die Kaffeeproduzenten 2004 beschlossen, gemeinsam ihre Ernte zu vertreiben, gingen parallel viele Kooperativen in der Umgebung durch Korruption oder fehlende Kenntnisse in Konkurs und lösten sich auf. Daher entschied sich COMSA für die Rechtsform einer demokratischen Aktiengesellschaft: Alle Mitglieder müssen die für die Fairtrade- und Bio-Zertifizierung erforderlichen Kriterien erfüllen und mindestens über eine COMSA-Aktie á 100 lempiras – entspricht etwa 4 Euro – verfügen. Unabhängig vom Aktienanteil hat aber jedes Mitglied nur eine Stimme, so dass COMSA de facto wie eine Kooperative funktioniert. Heute umfasst COMSA ca. 310 Kaffeeproduzenten mit einer jährlichen Produktionsmenge von rund 700 Tonnen Rohkaffee. Der höhere Preis, die Fairtrade-Prämie und die Vorfinanzierung der Ernte waren entscheidende Argumente, dass immer mehr Kaffee-Kooperativen Mitglied bei COMSA wurden.

© Quelle und Bilder: FAIRTRADE Österreich

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Über Bio-BloggerIn Lisa102 Artikel

Feinspitz mit Experimentierfreude. Aufgewachsen in einer kulinarisch höchst affinen Familie mit eigenem Gemüsegarten, zudem ausgestattet mit einer ordentlichen Portion Neugierde und Furchtlosigkeit, waren Küchenexperimente seit jeher wesentlicher Bestandteil meines kreativen Lebens. Kochen ist für mich Leidenschaft und kreativer Ausgleich, niemals „Haushaltspflicht“. Je mehr man [...]

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