Bio-Paprikararitäten in allen Farben: Die Sorten im Überblick

Weiterlesen

Egal ob Paprika, Chili, Erdäpfel, Kürbis, Gurken oder Paradeiser: wir lieben die Vielfalt! Geschmacklich und optisch bringt sie Genusserlebnisse, die fast schon in Vergessenheit zu geraten drohten. Ihr werdet staunen, wie unterschiedlich Paprika schmecken können! Und wir brauchen die Vielfalt auch, wenn wir die Lebensqualität und Bodengesundheit fördern und schützen wollen. Mit dem Anbau alter Sorten, einer vielfältigen Fruchtfolge und dem Verzicht auf chemisch-synthetische Spritzmittel leisten die Ja! Natürlich Bäuerinnen und Bauern einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität und damit auch zum langfristigen Schutz unserer Lebensgrundlage.Chemisch-synthetische Spritzmittel sind wie bei allen Bio-Pflanzen natürlich tabu. Und damit ihr wisst, womit ihr es zu tun habt und wie ihr die jeweiligen Sorten am besten verwendet, haben wir hier den Überblick über alle Sorten für euch, sowie Wissenswertes über Konservierungsmethoden und Paprika im Allgemeinen.

Die Ja! Natürlich Paprikararitäten-Sorten im Überblick

Mustafa

Diese Sorte hat hellgelb-orange, flachrunde, dickwandige Früchte. Sie schmecken süß und saftig. Sie eignet sich gut zum Füllen und Grillen sowie geschnitten in Salaten. Das Fruchtfleisch wird zum Samengehäuse hin leicht schärfer. Die Früchte werden in gelbem Zustand auch gerne zum Einlegen mit Füllung verwendet, da sie sehr platzfest sind.

Paradiso

Die frühreifen Mini-Paprika haben kleine, tomatenförmige Früchte, die von grün auf rot abreifen. Das Aroma ist süßwürzig und kräftig. Sie eignen sich zum Naschen, ebenso gut wie zum Einlegen und/oder zum Füllen.

Paradeisfrüchtig frührot

Diese sehr dickfleischigen, mittelgroßen, tomatenförmigen Früchte haben einen süßen, aromatischen Geschmack. Sie reifen von grün auf rot ab und eignen sich super zum Grillen, Füllen, für Letscho und ähnliche Eintopfgerichte.

Ferenc Tender

Diese Sorte schmeckt süß und saftig. Die Früchte reifen von gelb auf leuchtend rot ab. Gerne verwendet man diese Spitzpaprikasorte zum Füllen und Grillen sowie geschnitten in Salaten.

Corno giallo

Diese besonders starkwachsende Paprikasorte entwickelt lange (17-20 cm), leuchtend gelbe, konisch spitze Früchte und reift von dunkelgrün auf gelb ab. Der Name heißt übersetzt „gelbes Stierhorn“ und so sieht sie auch aus. Die Frucht ist sehr saftig, vollmundig, süß und knackig, sie schmeckt roh oder gegart vorzüglich. Besonders beliebt ist sie in der italienischen Küche, z.B. in Salaten, gefüllt, gegrillt mit erstklassigem Olivenöl. Wir empfehlen sie besonders als Pizzabelag, dort macht sie auch optisch einiges her!

Karmen

Diese spitz zulaufenden Paprika reifen satt karminrot ab und werden bis zu 15 cm lang. Das feste, knackige Fruchtfleisch schmeckt süß und aromatisch. Diese Sorte ist vergleichsweise kältetolerant.

Violetta

Diese Sorte bildet große, dickwandige Blockpaprika, welche von tiefviolett über grün nach rot abreifen. Dabei werden sie zunehmend milder und süßer.

Hamik

Diese Sorte eignet sich ideal als handlicher Snackpaprika für große und kleine Bio-Genießer. Der kleine, längliche Blockpaprika, der von grün auf orange abreift hat nur wenig Kerne und schmeckt  sehr süß. Am besten frisch naschen – ohne chemisch-synthetische Spritzmittel kein Problem!

Korosko

Dieser sehr ertragreiche, frühreife Spitzpaprika ist sehr süß. Korosko bildet uniforme Früchte, die von dunkelgrün auf rot abreifen und ca. 15 cm lang werden. Sie haben einen frischen, sehr süßen Geschmack und eignen sich gut zum Einlegen.

Glockenpaprika

Bei dieser besonders hübschen Sorte aus Ungarn hängen die Früchte wie Glöckchen an der Pflanze. Sie schmecken außen eher mild, zum Samengehäuse hin werden sie jedoch scharf. Sie eignen sich gut zum Einlegen, z.B. mit Frischkäse gefüllt.

Alba regia gelb

Diese ist eine Freilandsorte aus Serbien, deren Früchte von gelb auf orangerot abreifen.Die Paprika sind relativ schwer, dickwandig, geschmackvoll und besonders für den Frischverzehr zu empfehlen.

Alba regia rot

Je reifer dieser Paprika wird, umso roter wird er und auch etwas süßer. Wir bieten beide Reifestadien an, da sie für sich schmackhaft und aufgrund des dicken Fruchtfleisch besonders beliebt sind.

Dulce italiano grün

Dem Namen entsprechend sind die Früchte sehr süß, sie reifen von grün auf rot ab und werden dabei zunehmend süßer. Aber selbst im grünen Zustand schmecken sie köstlich und nicht so herb wie bei anderen Sorten. Daher bieten wir beide Reifegrade an. Die Schoten können über 20 Zentimeter lang werden und haben keine ausgeprägte Spitze, manchmal werden sie fast blockförmig.

Dulce italiano rot

Diese ist eine der aromatischsten roten Paprikasorten aus Italien und im roten, vollreifen Zustand noch süßer. Daher mögen wir sie besonders. Sie lassen sich außerdem gut enthäuten. In der Küche empfehlen wir, sie mit etwas Salz (gerne auch aus Sardellen oder Kapern) und Säure (z.B. Balsamicoessig, Weißwein oder Zitronensaft) zu kombinieren, damit der Geschmack voll zur Geltung kommt. 

Sweet chocolate

Die interessante Färbung gibt dieser Sorte den Namen. Die glatten, länglichen, ziemlich blockigen Früchte reifen von dunkelgrün auf schokoladenbraun ab. Die Früchte sind mittelgroß, das Fruchtfleisch wird ziegelrot, mitteldick und geschmackvoll. 

Antalya dan

Diese reichtragende Sorte aus der Türkei bringt uns süße Paprika mit spitzen, von gelb auf dunkelrot abreifenden Früchten. Die ausgesprochen aromatischen Früchte sind roh und gegart ein Genuss, z.B. in Sommersalaten oder als Grillgemüse.

Corno rosso

Diese ertragreiche italienische Sorte („rotes Horn“) trägt über 20 cm lange, rote, süß-aromatische, dickfleischige und in der Regel dünnhäutige Früchte. So ist sie sehr gut zum Grillen geeignet und besonders gut verträglich. Die Früchte wiegen zwischen 200 und 300 Gramm und reifen von dunkelgrün auf dunkelrot ab.

Was passt gut zu Paprika?

  • Einige botanisch Verwandte wie Paradeiser, Chili, Melanzani, Erdäpfel, Chili (Nachtschattengewächse) sowie Zucchini
  • Mediterrane Kräuter wie Thymian, Oregano, Basilikum, Rosmarin
  • Zwiebel und Knoblauch (besonders in Schmorgerichten)
  • Gewürze: Kreuzkümmel, schwarzer Pfeffer, Piment, Kümmel
  • Parmesan, Pecorino, Frischkäse wie Feta, Ricotta, Mozzarella oder Ziegenfrischkäse
  • Pasta, Polenta
  • Weiters: Pinienkerne, Kapern, Sardellen
  • Olivenöl, Butterschmalz
  • Balsamico, Zitrone

Was tun, wenn Paprika nicht gut vertragen werden?

Paprika enthalten viele wertvolle Inhaltsstoffe. Dennoch meiden manche die bunten Schoten, weil sie sie nicht so gut vertragen. Andere wiederum lieben Paprika und haben keine Probleme. Am besten ist also, auf den eigenen Körper zu hören. Wir haben ein paar Tipps, um Paprika besser verträglich zu machen:

  • Rote, vollreife Paprika sind meist besser verträglich als grüne.
  • Auch von Sorte zu Sorte kann die Verträglichkeit variieren.
  • Da die Schale eher schwer verdaulich ist, kann es helfen, diese zu entfernen (z.B. so wie hier), ebenso die weißen Trennwände.
  • Gegart sind Paprika für viele Menschen bekömmlicher als roh. Andere wiederum vertragen sie roh besser – probieren geht über studieren 😉
  • Wer Bio-Ware wählt, kann sicher sein, dass die Lebensmittel frei von chemisch-synthetischen Spritzmitteln sind

Wie kann ich Paprika länger haltbar machen?

Wie  Zucchini oder Melanzani könnt ihr auch Paprika einlegen. Eine Anleitung von Anna, der Gastgeberin unserer Frühstückspension, findet ihr hier. Ein köstliches Rezept ist auch Ajvar: Dafür 2 kg gelbe, orange und rote Bio-Paprika, 1 Chilischote (nach Geschmack), 1-2 Bio-Melanzani klein schneiden und in einem Sud aus 750ml Wasser, 70ml Condimento bianco, einer Prise Bio-Zucker und 1 EL Salz 5 bis 10 Minuten köcheln. Das Gemüse aus dem Topf heben und fein pürieren. Das Gemüsepüree in einen frischen Topf geben, 4 Zehen gehackten Bio-Knoblauch zugeben und unter ständigem Rühren vorsichtig einkochen lassen. Zum Schluss 125ml Olivenöl zufügen und noch ein Mal kurz aufkochen lassen, eventuell erneut mit Salz/Zucker abschmecken. In sterilen Gläsern abgefüllt und gut mit zusätzlichem Olivenöl bedeckt hält sich Ajvar gut mehrere Wochen im Kühlschrank.

Über Bio-BloggerIn Lisa109 Artikel

Nach einigen Jahren als externe Partnerin bin ich 2017 ins Ja! Natürlich Team gekommen und bin seither unter anderem für die Inhalte hier zuständig. Meine Begeisterung für gutes Essen, Nachhaltigkeit und biologische Landwirtschaft prägt mein Leben seit vielen Jahren sowohl beruflich als auch privat. Noch mehr darüber zu lernen und das Wissen von den vielen ExpertInnen bei und um Ja! [...]

Kommentare (1)

Kommentar verfassen

Absenden

* erforderlich (E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht)