Die magischen Bio-Puddingschnitten

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Ok, bevor ich anfange, über das Rezept für diese Pudding-Gewürzschnitten zu reden, muss ich ein paar Dinge loswerden. Erstens: routinierte Kuchenbäcker*innen werden der Konsistenz dieser Teigmasse mit leichtem Stirnrunzeln begegnen. Sie ist sehr flüssig und wirkt unspektakulär – ist sie aber einmal gebacken, folgt die Erleuchtung. Dank der flüssigen Konsistenz trennt sich der Kuchen beim Backvorgang nämlich ganz von selbst in zwei Schichten – eine Puddingschicht und eine Kuchenschicht – und das macht diesen eigentlich recht simplen Kuchen zu einem richtigen Hit. Ich mache ihn besonders gerne, wenn ich Milch zuhause habe, die dringend verbraucht werden muss, aber nicht so schnell ausgetrunken wird.

Zutaten:

Schon gewusst?

Ja! Natürlich ist die einzige Bio-Marke in Österreich, die garantieren kann, dass die Milchkühe nie angebunden werden. Egal ob Sommer oder Winter, die Tiere können sich das ganze Jahr lang frei bewegen, zu jeder Tageszeit. Dies ist leider auch für Bio-Milch keine Selbstverständlichkeit. Gerade im Winter, wenn die Tiere nicht auf der Alm sind, werden sie oft angebunden und höchsten für eine gewisse Zeit frei gelassen. Wir finden, dass es auch anders gehen muss und können dank der Zusammenarbeit mit engagierten und tierwohlorientierten Bauern garantieren, dass die Kühe rund um die Uhr Bewegungsfreiheit haben – ausnahmslos.

Zubereitung:

  1. Die Vanilleschote aufschlitzen und das Vanillemark auskratzen. Die Milch in einen Topf gießen, Vanilleschote, Vanillemark und die Zimtstange zugeben und auf den Herd stellen. Einmal kurz aufkochen, dann langsam auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Vanilleschote und Zimtstange entfernen.
  2. Die Butter in einem Topf schmelzen und ebenfalls auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
  3. Das Backrohr auf 160 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen und eine rechteckige Form oder eine Springform mit 26 cm Durchmesser befetten und bemehlen oder mit Backpapier auskleiden. Dabei aufpassen: Der Teig ist sehr flüssig – die Form sollte also absolut dicht sein!
  4. Die Eier trennen. Die Eiklar mit einer Prise Salz steif schlagen.
  5. Die Dotter mit dem Staubzucker so lange schaumig schlagen, bis sich ihr Volumen mindestens verdoppelt hat. Nun erst die flüssige Butter und 1 EL Wasser untermengen, dann abwechselnd das gesiebte Mehl und die Milch sowie das Zimtpulver und Kardamom einrühren. Der Teig wird dabei sehr flüssig – die Konsistenz mag zwar ungewohnt sein, ist aber so gewollt!
  6. Schließlich den Eischnee portionsweise unterheben und die Masse in die vorbereitete Form füllen.
  7. Bei 160 Grad rund 55-60 Minuten backen, dann in der Form auskühlen lassen. Anschließend für ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen, bis der Kuchen endgültig fest geworden ist. Vor dem Anschneiden kurz temperieren lassen.

 

Zubereitungsdauer: 2 Stunden plus einige Stunden Kühlzeit.
Schwierigkeitsgrad: einfach
Genussfaktor: Samtige Vanille und viel Milch: Dieser Kuchen ist der Hit auf jeder Kaffeetafel.

Über Bio-BloggerIn Carolina39 Artikel

Als in einem Kärntner Clan in Oberösterreich aufgewachsene Wahlsalzburgerin können Mitmenschen oft weder meinen Dialekt zuordnen, noch meine kulinarischen Ambitionen. Die pendeln nämlich zwischen Reindling und Innviertler Knödelgeheimnis und machen zwischendurch noch einen Abstecher nach Asien und in die USA – natürlich immer mit dem guten Geschmack als Mission. Mit dem Luxus eines [...]

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