Bio-Trendscout Jacob Wolkenstein berichtet: Columbia/USA

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Wir sind neugierig, was es mit Bio in aller Welt auf sich hat. Also schnuppern wir über den heimischen Tellerrand hinaus. Gemeinsam mit KURIER KARRIERE vergeben wir bereits zum vierten Mal Stipendien an Studierende im Ausland, damit sie für uns als Bio-Trendscouts berichten. Am Programm der 4. Staffel stehen Bern/Schweiz, Berlin/Deutschland, Hasselt/Belgien, Columbia/USA und Stockholm/Schweden.

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„Healthy Lifestyle“ boomt

Meine Reise in die USA trat ich mit meinem Freund Philipp an. Wir starteten in Manhattan/NCY, wo ich auch gleich meinen ersten Burger bestellt hab. In NYC war das Angebot an Essen riesig und ein klarer Trend in Richtung biologische Produkte und „Healthy-Lifestyle“ war zu erkennen.  „Gesunde“ Fast-Food-Ketten wie „Chopt“ und Panera-Bread boomen enorm und sind an jeder Ecke in den großen Städten im Norden-Osten der USA zu finden. Es gibt viele regionale Märkte, die meisten sind jedoch überwiegend nicht biologisch und vor allem Obst wie Gemüse wird überall auf Märkten inmitten von Amerikas Großstädten angeboten.

Der Geschmack von Mexiko

Unsere Reise ging weiter nach Phoenix, Arizona. Dort verbrachten wir eine Woche bei meiner Familie, die seit vielen Jahren in Amerika lebt, sowie eine Woche im wunderschönen Kalifornien (San Diego, Venice Beach, LA) und einen Tag in Las Vegas. In Phoenix lässt sich sichtlich der Einfluss von Mittel- und Südamerika spüren – es gibt viele mexikanische Restaurants. Natürlich kochten wir auch selbst: Am Speiseplan standen Enchiladas, Burritos, Guacamole und viele andere typisch mexikanische Speisen.

Columbia – die Stadt des Junkfood

Nach unserem Urlaub flog nach Columbia, South Caroline. Die Stadt ist im Süden der USA und auf keinen Fall eine Metropole. Health Fast Food lässt sich hier kaum vorfinden, wohingegen die großen Junk Food Ketten die Oberhand haben. Auf der Universität selbst wird eine Art Food-Court angeboten. Junk Food hat auch hier die Oberhand – für mich allerdings keine dauerhafte Lösung, mich zu ernähren. Dementsprechend entschloss ich mich, mir Pfanne, Topf etc. zu besorgen und meine Gerichte selbst zuzubereiten. Ein Highlight ist der wöchentliche Street Market, auf dem es lokale Bauern und Künstler gibt, die ihre Produkte vermarkten. Fast jede Woche gönne ich mir ein Bio-Gemüse-Obst-Körbchen, das ich um 10 Dollar mit verschiedensten Produkten befülle. Neben diesem Körbchen bekomme ich weitere Lebensmittel von Supermärkten, überwiegend von Walmart, der eine unglaubliche Vielfalt an Produkten anbietet.

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Ich liebe es zu reisen. So verbrachten meine Freunde und ich auch einige Wochenenden in nahegelegenen Städten und kamen in den Genuss der jeweiligen Spezialitäten. Im September fuhren wir nach Myrtle Beach und Charleston und wurden mit den besten Seafood Spezialitäten der Region verwöhnt. Die Küstenorte in South Carolina sind bekannt für ihre delikaten Shrimp- und Fischgerichte, meist jedoch frittiert.

Thanksgiving in Florida

Sechs Freunde und ich fuhren mit einem Leihauto in den südlichsten Staat der USA und erkundeten Orlando, Miami sowie Key West. In diesem Staat lässt sich der Einfluss von Mexico bzw. Südamerika stark erkennen; sei es die Sprache (Spanisch) sowie auch das Essen. Zum Frühstück gab es meist ein Omelett „mexikanischer“ Art mit Bohnen und Salsa, sowie typisch amerikanische Pancakes. Neben all dem ungesunden (Abend-) Essen durfte auch ein gesundes, eher teures, Frühstück, eine „Fruits Bowl“ nicht fehlen. Diese Schüssel bestand aus Joghurt, Granola, Bananen, Heidelbeeren, Erdbeeren, etc., welche ich überaus genoss und so meinen Vitaminhaushalt wieder auf Vordermann brachte.

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Next stop: Kalifornien

Laut meinen Erfahrungen lässt sich sagen, dass das Frühstück in den Staaten nicht sehr groß geschrieben wird und es sehr oft nur Snacks to-go gibt, wie zum Beispiel Toast mit Omelett und Spinat. Generell lässt sich in und rund um San Francisco aber ein Trend Richtung gesunde Ernährung und Bio erkennnen. So gab es zum Beispiel Bio-Reis-Getreide-Auflauf zum Frühstück, vegane, indische, Gemüse-Schale zum Mittagessen und Salat zum Abendessen. Ein überaus köstliches Frühstück gab es im „St. Francis FOUNTAIN“ im Mission District, San Fran, welches vegan jedoch sehr deftig amerikanisch war, bestehend aus Granola, Früchten, Sirup; Burrito, Erdäpfel, Bohnen, Tofu, etc.

Frühstück am Lake Tahoe

Besonders das Frühstück in Lake Tahoe, wo wir eine Nacht verbrachten, ist mit an diesem Ort in Erinnerung geblieben. Das Lokal „Sprouts“ ist ein Muss, für all diejenigen welche das Vergnügen haben sich am Lake Tahoe aufzuhalten. Bei Sprouts gab es Bio-Frühstücks-Burger mit Salsa, Ei, Avocado, Spinat, dazu Salat und ein frischgepresster Obst-Gemüse-Saft, sowie Haferflocken in Reismilch mit Bananen und Äpfel zum Abschluss. Zurück in San Fran entdeckte ich noch verschiedenste interessante (Bio) Lokale sowie den Bio-Fast-Food-Burger-Laden (America’s first USDA certified organic fast food) in Mitten San Franciscos sowie einige Bio-Lokale in Berkeley. Hier wieder klar der Trend in Richtung Nachhaltigkeit und bewusste Ernährung erkennbar.

Über Bio-BloggerIn Rebecca12 Artikel

Meine Leidenschaft für Lebensmittel hat schon im frühen Kindesalter begonnen. Daran waren meine Eltern mit ihrem Restaurant wohl nicht ganz unschuldig. Am liebsten rührte ich vorsichtig in den Tagessuppen herum, unterhielt Gäste und zapfte hinter der Bar auf einer Getränkekiste für meinen Papa ein kleines Bier mit Schaumhaube. Meinen Bezug zu Lebensmittel konnte ich schließlich in [...]

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