Die besten Garten-Tipps für Bio-Kräuter

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Was macht mehr Lust auf liebevolles Kochen als ein prall mit Kräutertöpfen gefülltes Fensterbrett?! Appetitlich, duftend, hübsch anzusehen, eben das Tüpferl am i – oder besser das Kräuterl im Süppchen, in Salaten, Braten, Gemüseeintöpfen, sogar in Süßspeisen und Getränken.

Das vielfältige Kräutersortiment von Ja! Natürlich kommt aus biologischer Landwirtschaft,gezogen vom burgenländischen Kräuter- und Gemüsebauern Erwin Binder aus der Region Neusiedler See-Seewinkel. Selbstverständlich ohne chemische Spritzmittel und ohne künstlichen Dünger. Die sensiblen Bio-Kräuter werden durch den äußerst aufwendigen gezielten Einsatz von Nützlingen vor Schäden bewahrt. Hier geht’s zum Kräuterlexikon.

Aus dem Ja! Natürlich Sortiment stellt uns Bio-Gartenexpertin Doris Kampas ausgewählte Kräuter vor:

Schnittlauch – der Klassiker.

Schnittlauch ist ein mehrjähriges Kraut. Einmal gepflanzt, treibt er Jahr für Jahr im Frühling neu aus. Für die Fensterbank sollte der Schnittlauch in einen größeren Topf mit frischer Erde gesetzt werden, dann bringt er auch im Haus lange Zeit frisches Grün. Schnittlauch enthält frisch geschnitten zahlreiche Mineralstoffe und viel Vitamin C. Immer wieder geschnitten, treibt er jedes Mal neu durch. Die lila Blüten des Schnittlauchs sind essbar und sehr dekorativ für Salate. Ein kleiner Tipp: Um auch im Winter frischen Schnittlauch zu ernten, muss die Pflanze einmal ordentlich durchfrieren. Danach nimmt man den abgefrorenen Schnittlauch ins Haus – dort treibt er auch im Winter wieder neu durch!

Salbei – Schmuckstück im Kräutergarten.

Auch der Salbei zählt zu den ausdauernden Kräutern. Er kommt aus dem Mittelmeerraum und braucht ein sonniges Plätzchen. An den Boden stellt er keine großen Ansprüche, auch ohne Düngung. Die frisch geernteten Salbeiblättchen lassen sich vielfältig in der Küche einsetzen. Hervorragend unterstreicht er den Geschmack von abgebratenem Fleisch, Salbeibutter mit Nudeln ist ein köstlicher Klassiker! Salbei hilft aber auch als Tee bei Halsschmerzen und Husten. Das Kraut kann gut konserviert werden. Dazu werden ganze Triebe kurz vor der Blüte geschnitten, in kleinen Büscheln zusammengebunden und kopfüber in einem trockenen Raum aufgehängt. Sobald er trocken ist, in ein Glas geben und dunkel und trocken aufbewahren!

Liebstöckel – das Maggikraut.

Im Garten steht der Liebstöckel am liebsten alleine. Ist er einmal gut angewachsen, treibt er Jahr für Jahr neu aus und kann bis zu 2 Meter Höhe erreichen. Um auf der Fensterbank gut zu gedeihen, braucht er einen größeren Topf und gute Erde. Liebstöckel verträgt auch Halbschatten oder findet seinen Platz auch an einem Ost- oder Westfenster. Junge Blätter können laufend geerntet werden. Liebstöckelblätter lassen sich auch trocknen, verlieren dabei aber an Aroma. In der Küche wird die Pflanze vorwiegend als Suppengewürz verwendet, deshalb der volkstümliche Name „Maggikraut“. Schon 2-3 Blättchen genügen – das Kraut schmeckt sehr intensiv! Merke: Wer Maggikraut verwendet, braucht keine fertigen Suppengewürze!

Bohnenkraut – Begleiter von Bohnen in Garten oder Küche.

Das Bohnenkraut stammt aus dem Mittelmeerraum und benötigt deshalb einen sonnigen Platz. Der Anspruch an den Boden ist nicht allzu groß, frische Erde oder Kompost reicht aus – danach ist keine Düngung notwendig. Bohnenkraut, auch Pfefferkraut genannt, ist der ideale Begleiter von Buschbohnen – sowohl im Garten als auch in der Küche. In Mischkultur mit Bohnen vertreibt es Blattläuse! In der Küche verbessert das Bohnenkraut das Aroma von Fisolen und Bohnengerichten und wirkt zudem (nicht ganz unwichtig nach einem üppigen Bohneneintopf) gegen Blähungen. Das würzigste Aroma hat das Bohnenkraut kurz vor und während der Blüte. In dieser Zeit werden die Blättchen entweder frisch geerntet oder ganze Stämmchen geschnitten und getrocknet.

Dille – das Kräutlein für Bräute.

Ein Dillestöckchen lässt sich leicht in jedem Garten oder am Balkon unterbringen. Im Beet benötigt die Dille keinen eigenen Platz, sie passt wunderbar in Mischkultur zu Karotten oder Gurken. Beide Pflanzen unterstützt sie beim Auflaufen der Samen und verbessert ihr Aroma. Von der Dille können sowohl die zarten aromatischen Blättchen als auch die Samen verwendet werden: Köstlich als Dillsoße ebenso wie zum Einlegen von Gurken, für Dillbutter oder als Würze zu bunten Blattsalaten geeignet. Dillblätter können eingefroren werden oder mit Salz (1 Teil Dille, 4 Teile Salz) konserviert werden. Aus den Dillsamen kann ein milder Tee aufgegossen werden, der bei Bauchschmerzen und  Blähungen lindernd wirkt. Eine interessante Verwendung hatten junge Bräute im Mittelalter: Auf dem Weg zum Altar legten sie Dillsamen in ihre Schuhe und flüsterten:

„In den Schuhen habe ich Dill, jetzt muss der Mann tun, was ich will!“ Den Versuch ist es Wert.

Basilikum_01 Basilikum_01

Basilikum – Urlaubsfeeling zu Hause.

Vor ca. 20 Jahren hat das Basilikum seinen Siegeszug angetreten und ist jetzt der große Star in allen Küchen. Die aromatischen Blättern sind vielseitig anwendbar und vor allem ein tolles Topping für die leichte Sommerküche. Die Pflanze ist einjährig und relativ kälteempfindlich. Das Basilikum sollte daher nie vor dem 20. Mai ins Freie gesetzt werden, es benötigt einen sonnigen Platz! Achtung aber auf der Fensterbank: Hier kann es durch die Glasscheibe bei vollem Sonnenschein auch schon mal zu Verbrennungen kommen. Das Basilikum harmoniert wunderbar mit Tomaten – sowohl im Gemüsegarten als auch in der Küche. Verwendet werden die Blätter frisch, durch Trocknen oder Einfrieren verlieren sie viel an Aroma. Basilikum sollte immer am Ende des Kochens zu den Speisen gegeben werden – zu hohe Temperaturen zerstören wertvolle Inhaltsstoffe!

Garten-Tipp

Bio-Gartenexpertin Doris Kampas rät: Kräuter immer am späten Vormittag an Sonnentagen ernten! Um einen Sonnenbrand zu verhindert, lagern die Pflanzen vermehrt ätherische Öle in ihre Blätter ein. Diese ätherischen Öle sind verantwortlich für den Geruch und das gute Aroma der Kräuter.

Über Bio-BloggerIn Ulli71 Artikel

Bio-Bloggerin mit Herzblut. Die schönen Dinge des Lebens (Natur, Garten, Essen, Texten, Fotografieren) standen schon seit jeher auf meiner Lebensagenda. Wie schön, bei Ja! Natürlich gelandet zu sein, wo ich all die Bereiche, denen meine Leidenschaft gehört, umsetzen kann. Eine vielseitig spannende und interessante Herausforderung, die mir tagtäglich Einblicke in die anspruchsvolle [...]

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