Es leben die Gockel! Ja! Natürlich verändert die österreichische Bio-Branche

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Ja! Natürlich und VIER PFOTEN haben bereits 2013 gezeigt, wie’s geht: Im Pionierprojekt wurden Hahn und Henne großgezogen und Fleisch und Eier gleichsam genützt. So wurde das Töten der männlichen Küken gestoppt und ein neuer Maßstab im Bewusstsein um das Tierwohl gesetzt. 2016 setzte Ja! Natürlich dem Töten von „Eintagsküken“ in der Eierproduktion ein Ende. Was als Pionierprojekt begann endete als Bio-Branchenlösung und ist seither Standard in der Bio-Eier Produktion. Somit war ein Meilenstein in der Tierhaltung gesetzt, Henne und Gockel groß zu ziehen und zu nutzen. Allein bei Ja! Natürlich wurden durch diesen Schritt bereits über 500.000 männliche Küken in artgerechter Freilandhaltung aufgezogen.

Das Projekt zeigt seine nationale (Vorbild-)Wirkung: Im Umdenken bei der Bio-Eierproduktion in Österreich wurde eine Vereinbarung verabschiedet, die ab 2016 auf freiwilliger Basis für die gesamte Bio-Branche in Kraft tritt: In Zukunft werden Bio-Eier nur mehr dann als „Bio“ verkauft, wenn auch die männlichen Küken großgezogen werden. Die Gockelküken wurden bisher im Kreislauf der Eierproduktion nicht gebraucht und deshalb getötet.

Ein europaweit einzigartiger und bahnbrechender Schritt für die Bio-Branche in Österreich und im Bereich der Eierproduktion zur Verbesserung der Bio-Nutztierhaltung! Bis heute ist die alleinige Aufzucht von weiblichen Küken auch bei Bio erlaubt und die männlichen Küken werden meist getötet, weil sie für die Eierproduktion nicht gebraucht werden. Ja! Natürlich hat mit seinem Pionier-Projekt diesen Stein ins Rollen gebracht und somit ein weiteres Mal die Vorreiterrolle in der Bio-Landwirtschaft bewiesen.

Das Ja! Natürlich Projekt als Vorbild

„Das Leuchtturmprojekt hat Bewegung in die gesamte Bio-Branche in Österreich gebracht. Die größten Brütereien mit dem höchsten Anteil an Bio-Küken, der Biodachverband und der Lebensmitteleinzelhandel haben sich zu einer Branchenlösung entschieden. Diese Entscheidung freut uns sehr, denn sie ist ein wichtiger und gleichzeitig einziger richtiger Meilenstein im Tierschutz.“ sagt Helmut Dungler, Präsident von VIER PFOTEN.

Neues Bewusstsein für das Tierwohl

Ja! Natürlich bereitete dem sinnlosen Töten männlicher Küken bereits 2013 mit der Produktion der „Eier mit Liebe gemacht“ ein Ende und entwickelte gemeinsam mit der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN und den Eiermachen in Schlierbach (OÖ) das Projekt der Gockelaufzucht. Nach der Einführung des Projekts 2013 ist im Vorjahr auch der Mitbewerb dem Beispiel von Ja! Natürlich gefolgt. Das Projekt hat die die gesamte Bio-Branche tiefgreifend verändert. Nachdem die Gockel in artgemäßer Tierhaltung aufgezogen wurden, werden sie mit ca. 9 Wochen geschlachtet und das Fleisch wird zu Bio-Wurstprodukten verarbeitet oder im Ganzen angeboten.

Nachträgliche Information (update)

Nach langjähriger Arbeit mit unterschiedlichen Rassen in Kooperation mit VIER PFOTEN und den Eiermachern in Schlierbach (OÖ) hat Ja! Natürlich sich für eine andere Geflügelrasse entschieden um die Aufzucht der Gockel weiterzuverfolgen. Die Informationen in diesem Artikel sind also nicht mehr zur Gänze aktuell sondern zeigen den historischen Verlauf, den Weg zum Ziel. Mittlerweile ist die Aufzucht der männlichen Küken bei allen Ja! Natürlich Eiern gewährleistet – das Töten der Küken ist endgültig Geschichte. Damit ging Ja! Natürlich als Pionier der gesamten Branche voraus. Bei MERKUR und in ausgewählten BILLA Filialen gibt es Mini-Gockel im Ganzen sowie g’schmackige Gockelwürstel.

Bio-Info

Die Ja! Natürlich Eier gibt’s nur bei BILLA, MERKUR, ADEG und Sutterlüty

Über Bio-BloggerIn Ulli71 Artikel

Bio-Bloggerin mit Herzblut. Die schönen Dinge des Lebens (Natur, Garten, Essen, Texten, Fotografieren) standen schon seit jeher auf meiner Lebensagenda. Wie schön, bei Ja! Natürlich gelandet zu sein, wo ich all die Bereiche, denen meine Leidenschaft gehört, umsetzen kann. Eine vielseitig spannende und interessante Herausforderung, die mir tagtäglich Einblicke in die anspruchsvolle [...]

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