Fichtenwipferl-Honig

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Jedes Jahr erleben Tannen und Fichten im Mai einen Wachstumsschub. Dann sprießen an den Enden der Äste hellgrüne Triebe. Aus diesen „Maiwipferln“ oder „Fichtenwipferl“, wird der Wipferlhonig gemacht. Eigentlich ist es ja kein „echter Honig“, sondern ein eingedickter Sirup.

Wie der Name schon sagt, werden die Maiwipferl am besten im Frühjahr bei Sonnenschein schonend geerntet (bitte nicht vergessen, den Besitzer des Waldes um Erlaubnis zu fragen), und gleich weiterverarbeitet. So erfreuen sie den Geschmackssinn mit einem wunderbaren “Walderlebnis“ für den Gaumen. Aufs Butterbrot, in verschiedenen Süßspeisen und im Hustentee schmeckt er Groß und Klein.

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Zutaten:

Zubereitung:

  1. Die Blütenblätter vom Löwenzahn abzupfen.
  2. Die Wipferl und Blüten mit dem Wasser, (die Wipferl sollen gut bedeckt sein) in einem Topf sanft köcheln lassen.
  3. Nach 40 – 50 min den Topf von der Hitze nehmen und auskühlen lassen.
  4. Abseihen, leicht ausdrücken und den Sud abwiegen.
  5. Mit der gleichen Menge Zucker und etwas Zitrone langsam einköcheln. Immer wieder umrühren, damit der Zucker nicht anbrennt!
    Dieser Vorgang kann 1 – 2 Stunden dauern. Wenn der Honig eindickt und „langsam“ Blasen wirft, wenn er zähflüssig vom Löffel rinnt, dann ist er fertig.
  6. In Gläser abfüllen und beschriften.

Gemeine Fichte

Die bei uns heimische Gemeine Fichte (Picea abies) ist ein mächtiger Baum. In der Küche finden die frischen Wipferl in Honig, Sirup, Likör und Kräuterbutter Verwendung. Die Fichtenwipferlbutter kann man portionsweise einfrieren und hat dann fürs Grillen stets einen Vorrat zur Hand.
In der Volksheilkunde werden die Nadeln und das Harz verarbeitet. Im Mai ist die beste Zeit die jungen Triebe zu ernten um daraus altbewährte Hausmittel herzustellen. Als Tee zum Trinken, im Badewasser, zum Inhalieren oder als Öl bringen sie Erleichterung. Es wird ihnen eine kräftigende, wohltuende und anregende Wirkung nachgesagt. Die Harze und Öle wurden schon von unseren Vorfahren in Salben und Tinkturen eingearbeitet, tun bei Muskelkater und schmerzende Gelenken gut und lösen Verkrampfungen.
Man kann aus den Fichtennadeln Absud auch angenehme Saunaaufgüsse herstellen.

Die Ernte aus dem eigenen Garten oder in der Natur,-- bitte immer mit Einverständnis vom Besitzer,-- hat eine hervorragende Ökobilanz und schafft Unabhängigkeit.

Andrea Rieder
Tipp:

Man muss sich beim Einkochen aufs Gefühl verlassen, mal geht’s schneller, mal dauert’s lange — wenn man den Honig beobachtet, man muss ja immer wieder umrühren, dann erkennt man dieses „langsam werden der Blasen“ sehr gut.

Urlaubstipp: Nationalpark Hohe Tauern

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Über Bio-BloggerIn Andrea42 Artikel

Kräuter haben mein Leben von klein auf „mit gelebt“. Es war in meiner Familie immer selbstverständlich, diese beim Kochen in vielfältigster Art und Weise zu verwenden und zu genießen. Sauerampfer, Gänseblümchen und Co wurden auf dem Schulweg gegessen. Bei all den kleineren und größeren Blessuren die einem im Leben begleiten, wurde mit Ringelblumensalbe, Arnikatinktur, [...]

Kommentare (2)

Evelin Davis sagt

"Bitte immer mit Einverständnis vom Besitzer " ganz unten als Kleingedrucktes ist nicht sehr ehrenwert von Ihnen.
Wie leicht übersieht man es und nun rennen dutzendweise Gierige in den Wald für "Wipferl".
Da haben Sie einiges angerichtet.
"Gesetzlich verboten !" - in roten Lettern hätten Sie schreiben müssen, oder- "nur für Garten- oder Waldbesitzer!"
und nicht als kleingedrucktes weit unter dem Rezept!

Andrea Rieder sagt

Werte Frau Davis, wenn sie den Artikel noch einmal durchlesen werden sie bemerken, dass im 2. Absatz des Textes schon der wichtige Hinweis steht, -- auf das Fragen beim Besitzer.
Ich bin ganz ihrer Meinung, dass man beim Sammeln der Kräuter immer achtsam mit der Natur umgeht, keinen Raubbau betreibt, für den nächsten soll auch genug bleiben, man sammelt mit der Hand, schneidet die Pflanzen mit Bedacht und lässt die Wurzel im Boden. Gepflückt wird immer nur der Bedarf eines Kräuterjahres.
Auf das richtige Sammeln und Bevorraten der Kräuter weisen wir in unseren Kursen, Broschüren, etc, sehr genau hin, da es uns ein großes Anliegen ist, dass genau dieser "Raubbau in der Natur" ausbleibt.

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