Warum Pilze in Asien zur Hausapotheke gehören

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Mit Schwammerl holen wir den Geschmack des Herbstes in unsere Küche. Was viele aber nicht wissen: Pilze sind auch reich an Nährstoffen. Ernährungswissenschaftlerin Margit Fensl verrät im Interview, was Pilze so gesund macht und warum Exemplare aus Bio-Anbau die beste Wahl sind.

Es heißt, Pilze sind richtige Nährstoffwunder. Welche Nährstoffe enthalten sie und warum gelten sie als so gesund?
Pilze liefern unterschiedliche Nährstoffe und die Zusammensetzung ist je nach Pilzart verschieden. Was alle Pilzsorten gemeinsam haben, ist, dass sie sehr wertvolles, pflanzliches Eiweiß liefern, Ballaststoffe enthalten, und reich an Vitamin B und D sowie Mineralstoffen sind. Außerdem sind sie kalorienarm, weil sie, anders als Pflanzen, keine Stärke enthalten. Sie sind fett- und damit cholesterinfrei.

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Seit wann wissen wir eigentlich über den Nährstoffgehalt von Pilzen Bescheid? In Asien hat ihre Verwendung ja eine lange Tradition.
Das stimmt! In China und Japan schätzt man die gesundheitlichen Vorzüge von Pilzen schon seit über 2000 Jahren. Man kann fast sagen, dass sie zur asiatischen Hausapotheke gehören. Vor allem in der traditionell chinesischen Medizin gibt es einen sehr reichen Erfahrungsschatz über die Verwendung von Pilzen als Hausmittel, insbesondere auch zur Stärkung des Immunsystems. Ab der Antike wurden Pilze auch in europäischen Apothekeraufzeichnungen erwähnt, aber bei weitem nicht in dem Ausmaß wie in China und Japan.

„In der traditionell chinesischen Medizin gibt es einen reichen Erfahrungsschatz über die Verwendung von Pilzen als Hausmittel und zur Stärkung des Immunsystems.“

Ernährungswissenschaftlerin Margit Fensl
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Im asiatischen Raum wird insbesondere der Shii-Take-Pilz sehr geschätzt und wurde früher sogar Kaisern und Königen dargebracht. Warum eigentlich?
Richtig! In China und Japan gilt der Shii-Take schon seit Jahrtausenden als fixer Bestandteil des Speiseplans. Er diente früher gerne als Geschenk, weil er wegen seiner wertvollen Inhaltsstoffe geschätzt wurde. Der Shii-Take-Pilz gilt als hochwertiges, veganes Eiweiß. Er ist reich an Pantothensäure, die zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung beiträgt. Schon 100 Gramm Shii-Take-Pilze decken 40 % des Tagesbedarfs an Panthothensäure. Auch das B-Vitamin Biotin ist in Shii-Take-Pilzen enthalten. Es ist wichtig für die Haare, für die Haut, ebenso wie für normale, psychische Funktionen. 100 g Pilze decken 30 % des Tagesbedarfs ab, was sehr viel ist. Auch bei Vitamin D hat der Shii-Take-Pilz sehr gute Werte, so wie eigentlich alle Pilzsorten. Vitamin D ist wichtig für die Knochen, genauso wie für das Immunsystem. Mehr Info zum Shii-Take-Pilz zu Nährwerten und Vitaminen.

Shii-Take-Pilze werden mittlerweile sogar in Bio-Qualität in Österreich kultiviert. Was macht im Bio-Pilzanbau den Unterschied?
Pilze nehmen sehr leicht Schadstoffe, vor allem giftige Schwermetalle, aus ihrer Umgebung auf. Durch die Kultivierung im Bio-Anbau kann eine Schadstoffbelastung der Pilze völlig ausgeschlossen werden.

„Bei im Bio-Anbau kultivierten Pilzen kann eine Schadstoffbelastung ausgeschlossen werden.“

Ernährungswissenschaftlerin Margit Fensl
Über Bio-BloggerIn Sarah50 Artikel

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