So viel Vielfalt muss sein: Gurkenraritäten aus der Nationalparkregion

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Die Zeiten, als die Gurke durch merkwürdige streng einheitliche Richtlinien ins Gespräch kam, plötzlich ihre naturgegebene Krümmung verheimlichen musste und nur als Normware in Form und Größe akzeptiert wurde, sind – wir atmen auf – vorbei. Individualität und vor allem Vielfalt sind bei der beliebten erfrischenden Gemüsesorte wieder angesagt. Auf jeden Fall bei den neuen knackigen Gurkenraritäten von Ja! Natürlich.

Da hat Bio-Bauer Erwin Binder aus dem burgenländischen St. Andrä in der Nationalparkregion Neusiedler See-Seewinkel regelrecht aus dem Vollen geschöpft, als es darum ging, ein kunterbuntes, abwechslungsreiches Sortiment zusammenzustellen und zu kultivieren: Tanja, Gergana, Gele Tros, Lemon & Co. unterscheiden sich allesamt in Größe, Farbe und Geschmack. Da bekommt der traditionelle Gurkensalat gleich frischen Wind in die Schüssel und aus dem klassischen Tzatziki wird im Handumdrehen ein Marketmore76-Tzatziki. Aber nicht nur auf dem Teller, auch in coolen Sommerdrinks machen die Gurkenraritäten ordentlich was her. Hier findet ihr einige Inspirationen dazu. Und was Gurken so alles an vielfältigen Rezepten hergeben, findet Ihr in unserer Rezeptdatenbank heraus, sobald Ihr den Suchbegriff „Gurke“ eingebt.

Bio aus Prinzip

Die Ja! Natürlich Gurkenraritäten kommen aus der Nationalparkregion Neusiedler See-Seewinkel und werden nach den strengen Richtlinien der biologischen Landwirtschaft angebaut:

Alle Sorten sind samenfest. Das bedeutet, wer den Gurken die Samen entnimmt und trocknet, kann das Bio-Saatgut selber im Garten oder im Topf aussäen und das nächste Jahr Gurkenraritäten nach Belieben ernten.

Die aktuellen Gurkensorten im Überblick

Marketmore76

Diese Besonderheit zählt zu den Feldgurken. Sie hat eine dunkelgrüne, glatte Schale und ist ca. 25 cm lang. Aufgrund ihres milden, keineswegs bitteren Geschmacks eignet sie sich bestens, um frisch und roh verarbeitet zu werden – z.B. in (Obst-)Salaten.

Gele Tros

Die cremeweißen bis hellgelben Gurken schmecken zart und haben ein knackiges festes und weniger wässriges Fruchtfleisch. Im späteren Lagerstadium färben sich Gurken gelb und werden gerne als geschälte Einlegegurken – beispielsweise als Senfgurken – verwendet.

Tanja

Dieser Sorte sind alle Bitterstoffe fremd. Die Gurken sind dunkelgrün, schlank und ca. 35 cm lang.

Lemon

Die zitronengroße, gelbe Frucht ist nicht nur optisch eine „Überraschungsgurke“, sie hat auch einen ungewöhnlichen leicht aromatisch-süßen Geschmack. Die Lemon Gurke eignet sich köstlich zum Füllen.

Gergana

Die langen schlanken Gurken der bulgarischen Sorte haben einen sehr feinen und keinesfalls bitteren Geschmack.

Serpent Chiaro

Auch „Schlangengurken“ genannt. Kurz vor der Ernte entwickelt sie hellgrüne Früchte mit einem leichten Melonengeruch. Schmeckt roh köstlich in Salaten, auch in Kombination mit Obst oder gekocht in italienischen Gerichten.

Serpent Scuro

Ähnlicher der Sorte „Serpent Chiaro“, nur dunkler in der Färbung.

Arola

Die lange, leicht bestachelte, mittel- bis dunkelgrüne Gurkensorte hat eine feste Schale und einen frisch-aromatischen Geschmack. Bei Gemüsegärtnern wegen ihrer Unempfindlichkeit gegen Schädlinge und Krankheiten beliebt.

Polignano

Bekannt als „Melonen-Gurke“. Wen wundert’s – das Fruchtfleisch der runden, mini-melonenähnlichen Gurke hat einen melonenähnlichen erfrischenden Geschmack.

Suyo Long

Bildet lange, gerippte, leicht bestachelte Früchte mit sehr gutem Geschmack. Diese Sorte ist sehr knackig und jung geerntet fast samenlos.

Melothria

Auch bekannt als mexikanische Mini-Gurke, lädt diese Sorte zum sofortigen Vernaschen ein. Diese Gürkchen sind klein und knackig und besonders dekorativ, da sie fast wie Miniatur-Wassermelonen aussehen. Sie schmecken erfrischend säuerlich und eignen sich sowohl als praktischer Snack zu einer Jause oder um Salate aufzupeppen. Auch als Einlegegurke in Essig macht sie sich gut.

Cyclanthera Pedata

Diese wird auch Inkagurke genannt und kommt aus den südamerikanischen Andenländern. Peruanische Ureinwohner haben sie bereits genutzt, unter anderem aufgrund ihrer Heilwirkungen, die man dieser Gurke bis heute nachsagt. In Europa hat sie sich noch nicht sehr weit verbreitet, obgleich sie insbesondere bei Naturheilkundigen mittlerweile Interesse weckt.

Russische Sativa

Kurze, ovale Gurken, die hellgrün bis goldgelb geerntet werden. Das weiße Fleisch ist zart mit sehr gutem Geschmack.

Kiwano

Die Stachelgurke wird auch Afrikanische Gurke, Horngurke, Igelgurke oder Morgenstern genannt. Sie ist rund und etwas stachelig, saftig und ohne bitteren Geschmack, schmeckt erfrischend fruchtig. Die Frucht wird am besten längst durchgeschnitten und das Fruchtfleisch herausgelöffelt. Die Kerne können mitgegessen werden, bei Bedarf kann das Fruchtfleisch durch ein Sieb passiert werden. Der Saft eignet sich gut für Salatmarinaden, zum Verfeinern von Getränken, Süßspeisen und Joghurts.

Schau dich im Video bei Erwin Binder am Betrieb um:

Über Bio-BloggerIn Lisa96 Artikel

Feinspitz mit Experimentierfreude. Aufgewachsen in einer kulinarisch höchst affinen Familie mit eigenem Gemüsegarten, zudem ausgestattet mit einer ordentlichen Portion Neugierde und Furchtlosigkeit, waren Küchenexperimente seit jeher wesentlicher Bestandteil meines kreativen Lebens. Kochen ist für mich Leidenschaft und kreativer Ausgleich, niemals „Haushaltspflicht“. Je mehr man [...]

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