Beeren-Stauden richtig pflanzen

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Es braucht manchmal nicht viel, um glücklich zu sein: Hängematte, blauer Himmel und Himbeerstauden mit reifen, süßen Früchten zum Beispiel…  Am besten schmecken die Beeren frisch vom Strauch geerntet. Die kleinste Sonnenecke auf Balkon oder Terrasse genügt und dem Früchtevergnügen steht nichts mehr im Weg!  Das Beerensortiment von Ja! Natürlich bietet Brombeeren, Himbeeren, Heidelbeeren und Ribiseln von der Bio-Gärtnerei Höller.

Es lohnt sich jedenfalls, im Garten ein kleines Eck für Beerensträucher einzuplanen. Auch auf Terrasse oder Balkon lassen sie sich im Topf mit wenig Aufwand pflanzen. Die Ja! Natürlich Beerensträucher gibt es in Töpfen mit einem Erdballen rundherum – diese Pflanzen können das ganze Jahr über gesetzt werden (sie haben bereits angewurzelt). Die beste Pflanzzeit für Beerensträucher ist entweder ab Anfang April oder auch im Herbst. Mit ein paar Tipps und Tricks für das Setzen und die Pflege der Pflanzen ein Kinderspiel:

Tipps für Himbeeren & Brombeeren:

Sie benötigen einen Abstand von ca. 50-80 cm und gedeihen mit guter Erde auch in Trögen. Beide Pflanzen brauchen ein Gerüst, an dem sie empor ranken. Ein Gerüst kann man sich auch selbst sehr einfach bauen, indem man Pfähle in den Boden rammt und diese mit Drähten bespannt. Die Beerenfrüchte müssen dann aufgebunden werden. Wesentlich ist ein regelmäßiger Schnitt der Beeren. Der ideale Zeitpunkt dafür ist der zeitige Frühling, also ca. Ende März. Die abgetragenen Triebe werden entfernt und die starken einjährigen etwas eingekürzt. Wichtig ist gerade nach dem Pflanzen das regelmäßige Gießen! Durch eine 5 cm starke Mulchschicht wird die Feuchtigkeit gut im Boden gehalten und die jungen Beeren sind besser geschützt.

Tipps für Ribisel:

Sie sind die Multivitaminbomben im Garten! Besondern der Vitamin-C-Gehalt ist enorm. Rote Ribisel gehören zur Familie der Stachelbeergewächse und sind Flachwurzler. Sie können daher auch in einem größeren Topf kultiviert werden. Wichtig ist , dass die Erde nie austrocknet – Ribisel sind besonders empfindlich gegen Trockenheit. Auch hier hilft eine Schicht aus Mulch. Ribisel bevorzugen einen sonnigen und windgeschützten Platz. Sie müssen nicht so regelmäßig wie Himbeeren geschnitten werden. Dennoch hilft ein gelegentlicher Verjüngungsschnitt. So treiben die Sträucher immer wieder von unten neu aus und bleiben lange gesund.

Die beste Pflanzzeit für Beerensträucher ist entweder ab Anfang April oder auch im Herbst.

Das richtige Setzen von Beerensträuchern:

  1.  Kübel mit nicht zu kaltem Wasser füllen, die Pflanzen samt dem Topf in den Kübel stellen und sich gut mit Wasser ansaugen lassen. So lange, bis keine Luftbläschen mehr aufsteigen.
  2. Gleichzeitig wird ein Pflanzloch ausgehoben, das ca. doppelt so tief und breit ist, wie der Topf des Beerenstrauches. Die Ränder und der Unterboden zusätzlich mit einer Hacke lockern. So können die Wurzeln in tieferen Bodenschichten wachsen. Das Pflanzloch wird nun zur Hälfte mit Erde aufgefüllt.
  3. Danach die Pflanze aus dem Wasser nehmen und den verrottbaren Topf eindrücken. Der Topf kann mit eingesetzt werden, wichtig aber das Eindrücken, damit sich die Wurzeln entfalten können! Den Beerenstrauch nun ins Pflanzloch geben. Dieses nach und nach mit einem Gemisch aus Erde und der ausgehobenen Erde auffüllen. Die Pflanze dabei immer gut rütteln, damit sich die Erde zwischen den Wurzeln verteilt. Zum Schluss gründlich gießen!
  4. Werden die Beeren in einen Topf gesetzt, sollte dieser 3 bis 4 Mal so groß sein wie der ursprüngliche Topf – dann haben die Beerensträucher genug Platz, um sich kräftig zu entwickeln.

Das Besondere an den Ja! Natürlich Beerensorten:

Die Brombeeren Loch Ness sind eine ertragreiche Sorte, wenig anfällig für Fruchtfäule, die sehr gut für den Hausgarten geeignet ist. Die Pflanze ist stark bis sehr stark wachsend, mit stachellosen Trieben. Sie blüht früh, die Brombeeren reifen innerhalb einer sehr langen Erntezeit von Ende Juli bis Mitte September und sind leicht zu pflücken.

Die Himbeere Tulameensind späte Sommerhimbeeren. Sie sind groß mittelsüß und aromatisch, leicht pflückbar, gut transportfähig und haltbar. Die Ernte erfolgt spät ab Anfang Juli, mit regelmäßigen hohen Erträgen. Mit ihrem gesunden Wuchs erreicht die Himbeere ‚Tulameen‘ eine Höhe von circa 1,2 bis 1,8 Metern. Sie ist nicht vollständig widerstandfähig, allerdings auch nicht übermäßig anfällig für Ertragsschwankungen, Botrytis, Rutenkrankheiten oder Phytophtora.

Die Ribiselsorte Junifer erinnert an Kindertage, ist reichtragend und hat viele gleichmäßige rote Beeren an langen Trauben. Direkt nach den Himbeeren kann man die roten, süß-säuerlich schmeckenden Früchte ernten.

Die Heidelbeersorte Berkeley erfreut Bio-Beeren-Fans mit hohen und regelmäßigen Erträgen. Sie ist winterhart und bildet sehr große, blaue Früchte, eher fest und mit einem ausgewogenen süßsäuerlichen und sehr aromatischen Geschmack. Erntezeit ist ab Ende Juli/Anfang August und kann 4 Wochen betragen. Der Boden sollte für diese Heidelbeere gut durchlässig sein, da ‚Berkeley‘ keine Staunässe verträgt. Ein sonniger bis halbschattiger Standort ist ideal.

Garten-Tipp

Bio-Gartenexpertin Doris Kampas rät: Beerenobst statt Thujenhecke! Im Zuge eines Gartenprojekt ließ ich Thujen mitsamt der Wurzelstöcke ausgraben. In die entstandenen Löcher setzten wir unsere Himbeeren – an keinem anderen Standort gedeihen sie so gut. Die Erklärung: Durch die Ausscheidungen der Thujenwurzeln wurde der Boden über Jahre versauert. Himbeeren, die ursprünglich Waldpflanzen sind, fühlen sich in dem sauren, vorher gut durchwurzelten Boden  sichtlich wohl. Also: Thujen raus – Himbeeren rein!

Über Bio-BloggerIn Ulli71 Artikel

Bio-Bloggerin mit Herzblut. Die schönen Dinge des Lebens (Natur, Garten, Essen, Texten, Fotografieren) standen schon seit jeher auf meiner Lebensagenda. Wie schön, bei Ja! Natürlich gelandet zu sein, wo ich all die Bereiche, denen meine Leidenschaft gehört, umsetzen kann. Eine vielseitig spannende und interessante Herausforderung, die mir tagtäglich Einblicke in die anspruchsvolle [...]

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