Obst und Gemüse: Bio-Qualität hat mehr sekundäre Pflanzenstoffe

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Gemüse und auch manches Obst sind kalorienarm, liefern Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Aber vor allem schmeckt Obst und Gemüse einfach köstlich! Zu den Inhaltsstoffen zählen aber auch sekundäre Pflanzenstoffe wie die Carotinoide und Polyphenole. Bekannt ist, dass Bio-Obst und Bio-Gemüse mehr sekundäre Pflanzenstoffe und Antioxidantien im Vergleich zu konventionellen Nahrungsmitteln enthalten.

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Was sind sekundäre Pflanzenstoffe?

Kennst du den typischen Geruch von Zwiebel und Knoblauch? Das intensive Dunkelrot von Blutorangen? Die herrlich blaue Farbe der Heidelbeeren und Weintrauben, die leider immer in der Kleidung Flecken hinterlässt? Den bitteren Geschmack von Bitterschokolade und Rotwein? Ja? – Dann hast du sie schon entdeckt, die sekundären Pflanzenstoffe. Diese sind von Pflanzen gebildete Farbstoffe, Wachstumsregulatoren, Abwehrstoffe gegen Schädlinge und Krankheiten sowie Aroma- und Duftstoffe. Die Gruppe umfasst ca. 60.000 – 100.000 verschiedene Substanzen. Einige nennenswerte Subgruppen sind: Carotinoide, Phytosterine, Saponine, Glucosinolate, Polyphenole, Protease-Inhibitoren, Terpene, Phytoöstrogene und Sulfide.

Antioxidative Wirkung – was ist das?

Unsere Nahrung enthält eine Reihe von Antioxidantien, die die Körperzellen schützen. Neben Vitaminen A, C und E haben auch sekundäre Pflanzenstoffe eine antioxidative Wirkung. Dieser wichtige Schutzmechanismus ist bedingt durch seine Fähigkeit, freie Sauerstoffradikale zu inaktivieren. Radikale können durch Stress und Umwelteinflüsse entstehen und unsere Körperzellen angreifen. Antioxidantien schützen so unsere Körperzellen.

Ernährungs-Tipp:

Sekundäre Pflanzenstoffe  sind vor allem in grünem, rotem, blauem und violettem Obst und Gemüse wie Rotkraut, Rote Rüben, Paprika und Karotten reichlich vorhanden. Also je bunter und vielfältiger dein Bio-Obst und Bio-Gemüse Angebot ist, umso mehr nimmst du diese wunderbaren Inhaltsstoffe zu dir.

Je mehr Bio, desto mehr sekundäre Pflanzenstoffe

Im Bio-Landbau sind chemisch-synthetische Spritz- und Düngemittel verboten. Die Pflanzen wehren sich selbst gegen Schädlinge und produzieren so mehr sekundäre Pflanzenstoffe. Diese schützen die Pflanzen vor Krankheiten und Schädlingsbefall und regulieren ihr Wachstum. Und was besonders fein ist: Genau diese Schutzstoffe wirken auch in unserem Körper. Hier findest du eine Studie dazu.

Über Bio-BloggerIn Margit53 Artikel

Ernährungsexpertin mit Bio-Leidenschaft. Ich studierte Ernährungswissenschaften: ein Studium, bei dem es sehr viel um die einzelnen Bestandteile der Lebensmittel geht. Da ich auch etwas über die Wirkung eines Lebensmittels in der Gesamtheit erfahren wollte, absolvierte ich weitere Ausbildungen: wie Ernährungslehre nach traditionell chinesischer Medizin, Lehrgang Heilkräuterkunde, [...]

Kommentare (1)

Christian Ennsgraber sagt

Protease Inhibitoren Verhindern, dass Proteine verdaut werden. Ist das gut?
Phytohormone wirken ähnlich wie Hormone. Ich finde das eher erschreckend (und esse keinen soja).
Antioxidanzien verhindern Anpassungen an Sport (Ristow, 2009). Ristow meint gar, dass sie dazu führen, dass mitohormesis zu kurz kommt. nicht gut.
Eine Ernährung, die viele verschiedene wechselnde Gemüsearten beinhält, resultiert in einem weniger diversem Damrmilleu als eine "einfache" Ernährung. (beispiel:http://vegetablepharm.blogspot.co.at/2015/06/this-is-your-gut-on-potatoes.html)

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