Omas Hustensaft

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Ob im Garten, im Wald oder auf den Almen ringsum, rund um uns gibt es sie die Schätze aus der Natur. Seit Generationen wird das Wissen um die Kräuter weitergegeben. Wenn die letzten Fichtenwipferl,  in höheren Lagen noch mit Bedacht zum Sammeln sind, die Spitzwegerichblätter auf den Wiesen wachsen und der  Quendel auf der Alm oder im Garten in voller Blüte ist, dann ist die Zeit gekommen, den Hustensaft für den Winter anzusetzen. Ja, das Sammeln und Ernten der Kräuter alleine ist schon eine Freude.

„Der nächste Husten kommt bestimmt, doch nicht zu dem der Thymian nimmt!“

Ein altes Sprichwort, das schon viel über das große Wirkungsspektrum des Thymians aussagt. Der Quendel ist der „wilde“ Bruder vom Thymian. Vom Tal bis hoch hinauf in die Almen ist er heimisch. Herrlich sein Duft,- reich blühender Quendel ist eine beliebte Bienenweide – und erstaunlich seine Vielseitigkeit. In der Küche ein wunderbarer Geschmacksgeber  für süße und pikante Gerichte.  Ebenso ist er als Tee getrunken, als Sirup eingenommen oder inhaliert ein kraftvoller Genesungsbegleiter. Getrockneter und pulverisierter Thymian wurde schon seit langer Zeit mit Meerwasser zu einem dicken Brei, einer einfachen und wirkungsvollen Zahnpaste, angerührt.

Zutaten:

  • 3 Handvoll Fichtenwipferl (sollten die Fichtenwipfeln nicht verfügbar sein, nimmt man von den anderen Kräutern mehr)
  • 3 Handvoll Spitzwegerichblätter
  • 3 Handvoll blühender Quendl oder Thymian
  • Ja! Natürlich Rohrohrzucker

Zubereitung:

  1. Die einzelnen Kräuter an einem sonnigen Tag sammeln und sorgfältig abwischen und wenn nötig kurz durchwaschen.
  2. In ein Glas schichtenweise einfüllen, nach jeder Kräuterschicht kommt Zucker. Immer wieder mit einem Löffel fest niederdrücken. Mit Zucker abschließen und gut verschließen.
  3. Das Glas in die Erde eingraben und die Stelle unbedingt mit einem Stock markieren, sonst findet man im Herbst das Glas nicht mehr. Durch die gleichbleibende Temperatur in der Erde und die  Dunkelheit werden die Kräuter ausgezogen und der Zucker verflüssigt sich. Man kann das Glas auch in ein dunkles Papier einwickeln und im Keller kühl stehen lassen.
  4. Nach 3 – 4 Monaten hat sich der Zucker aufgelöst und man kann den Saft abseihen, in kleinere Flaschen umfüllen und beschriften.

Es macht unendlich viel Freude, aus Kräutern und Blüten selbst Wohlfühlprodukte und hilfreiche Säfte für sich und die Familie, für den Eigengebrauch herzustellen. Das Rezept wurde sorgfältig ausgewählt und ausprobiert, ersetzt aber keineswegs den Arzt oder Apotheker.

Urlaub im Nationalpark Hohe Tauern

Übrigens – bei Andrea Rieder kann man auch Urlaub machen und Bio hautnah erleben. Im Nationalpark Hohe Tauern gelegen ist der Bauernhof der Kräuter-Expertin Ausgangspunkt für ein vielfältiges Programm. Abschalten auf der Almwiese und die unberührte Natur genießen oder doch lieber den anspruchsvollen Tauernradweg entdecken? – von Action bis Entspannung hat Österreichs größter Nationalpark alles zu bieten.

Mehr Infos gibt’s auf unserer Webseite.

Über Bio-BloggerIn Andrea34 Artikel

Kräuter haben mein Leben von klein auf „mit gelebt“. Es war in meiner Familie immer selbstverständlich, diese beim Kochen in vielfältigster Art und Weise zu verwenden und zu genießen. Sauerampfer, Gänseblümchen und Co wurden auf dem Schulweg gegessen. Bei all den kleineren und größeren Blessuren die einem im Leben begleiten, wurde mit Ringelblumensalbe, Arnikatinktur, [...]

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