Paradeiser-Raritäten-Guide: Alte Sorten zum Wiederentdecken

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Gesunder Boden

Wusstest du, wie Bio-Bauern arbeiten, damit die Böden auch für kommende Generationen gesund bleiben? Schau vorbei!

Wer Ja! Natürlich Bio-Paradeiser-Raritäten kauft, kann auf beste Qualität aus dem Hause Binder zählen. Seit 1994, also von Beginn an, ist der Familienbetrieb aus St. Andrä im Seewinkel ein Partner von Ja! Natürlich. Dank jahrelanger Vorarbeit konnte das Raritäten-Saatgut wieder vermehrt werden. Belohnt werden Raritäten-Fans mit außergewöhnlichem Geschmack und faszinierender Optik. Da braucht man gar nicht mehr viel, um am Tisch zu beeindrucken. Wie unterschiedlich und aromatisch Tomaten schmecken können, ist schon fast in Vergessenheit geraten. Wir haben einen Sorten-Guide für euch, aber vorab sei gesagt: am besten einfach selber kosten und die Biodiversität – die biologische Vielfalt – schmecken! Lasst euch inspirieren von der Ja! Natürlich Paradeiser-Vielfalt, wir stellen euch die Sorten vor und haben die besten Paradeiser-Lifehacks, Rezepte und Ernährungstipps für euch!

 

Vielfalt statt Einfalt! Die Ja! Natürlich Paradeiser-Sorten im Überblick:

Auriga

Mittelgroße, tieforange Früchte, die relativ früh, ab Ende Juni reifen. Sogar halbreif schmecken sie schon süß! Sie sind dekorativ und platzfest. Die Sorte stammt ursprünglich aus der ehemaligen DDR und ist bestens für den Freilandanbau geeignet. Sie entwickelt wenig Säure, schmeckt würzig-süß und ist bei Kindern besonders beliebt.

Black Cherry

Dies ist die einzige bekannte wirklich runde schwarze Kirschtomate (kein Pflaumentyp wie Black Plum). Diese Tomate vereint die Würze der schwarzen Tomaten mit der Süße von Kirschtomaten. Die Früchte reifen dunkelviolett und sind recht fest und platzfest, obwohl sie sehr saftig sind. Das macht sie zur idealen Tomate für die Jausenbox oder unterwegs als Snack. Die kleinen, dunklen Paradeiser sind sehr aromatisch, schmecken kräftig und süß.

Black Trifele

Diese Sorte mit russischen Wurzeln hat relativ große, runde bis birnenförmige dunkel-rotbraune Früchte und einen vorzüglichen Geschmack. Die grünen Stellen sind kein Zeichen von Unreife, sie wird von Erwin Binder im idealen Reifezustand geerntet und ist relativ platzfest. Die Sorte ist gut zum Einmachen geeignet.

Cookie

Diese etwas größere Cocktailtomaten-Sorte ist dunkelgrün-rot gestreift und spitz zulaufend. Sie ist knackig und saftig, dünnschalig aber dennoch eher fest. Der Geschmack ist sehr aromatisch und süß.

German Gold

Die Frucht der gelb-orangen, sehr saftigen Fleischparadeiser hat einen hervorragenden, süßlich-milden Geschmack, der dezent an Mango erinnert. Sie zählt zu den besonders dekorativen Sorten. Am besten in dünne Scheiben auf großen Tellern auflegen und mit hochwertigem Bio-Olivenöl marinieren. Die German Gold ist eine meiner persönlichen Lieblingssorten, auf die ich mich jedes Jahr besonders freue.

Goldhahn

Die gelbe, längliche, leicht spitz zulaufende Flaschentomate, auch unter dem Namen „Solotoj Petuschok“ im Umlauf, ist mild, zartschmelzend im Geschmack. Als San Marzano-Typ ist sie besonders gut für Saucen geeignet.

Green Zebra

Green Zebra ist eine Kreuzung aus vier alten Tomatensorten. Lasst euch von der Farbe nicht täuschen, sie bleibt auch bei bester Reife grün. Die Früchte eignen sich mit ihrem grün bis grün-gelben Streifenmuster als tollen Hingucker für allerlei Speisen. Ihr hellgrünes, saftiges Fleisch schmeckt etwas nach Melone und ist erfrischend fruchtig-frisch und säuerlich.

Hochloma

Hochloma ist eine mittelfrüh reifende, ertragreiche russische Sorte und vielseitig einsetzbar, frisch oder gegart. Die Früchte sind länglich, eiförmig mit ausgeprägter Spitze, ca. 12-13 cm lang und vollfleischig. Sie haben wenig Kerne. Anders als viele andere Flaschentomaten ist sie nicht mehlig, sondern festfleischig und aromatisch.

Kalypso

Ähnlich wie Green Zebra, nur etwas rötlicher, beeindruckt auch die Kalypso-Tomate mit auffälligen grünen Streifen. Im Gegensatz zur Green Zebra nimmt die Farbe mit zunehmender Reifung auch Rottöne an. Im idealen Reifezustand ist das Fruchtfleisch hellgrün-rötlich marmoriert und aromatisch. Sie ist dünnschalig und dennoch relativ druck- und platzfest. In warmen Lagen eignet sie sich gut für den Freilandanbau. Aus der Kalypso kann man tolle grüne Saucen machen.

Ochsenherz

Die Ochsenherz-Paradeisser zählen zu den bekanntesten Raritäten. Es gibt sie in unterschiedlichen Varianten. Im Ja! Natürlich Raritätenmix findet ihr karmesinrote, großfrüchtige, herzförmige, leicht gerippte Fleischtomaten mit ausgezeichnetem Geschmack. Dank ihrer Größe lassen sie sich sehr gut füllen.

Orangewa

Diese Sorte stammt aus Erwin Binders Eigenbau und ist heuer neu im Raritäten-Sortiment. Die spitz zulaufenden, gelborangen Früchte schmecken fein-säuerlich.

Paul Robson

Dieser großfruchtige Paradeiser kommt ursprünglich aus den USA, ist dickfleischig, saftig und besonders aromatisch. Möglicherweise gibt es allerdings eine amerikanische und eine europäische Variante. Die Sorte, benannt nach dem US-amerikanischen Sänger, Schauspieler und Bürgerrechtler Paul Robeson, trägt große ovalrunde, braunrote Früchte. Auch diese Sorte steht bei meinen persönlichen Favoriten ganz oben, sie ist extrem geschmackvoll und eignet sich besonders gut für Paradeissoßen.

Pêche Jaune

Diese Sorte wird auch gelber Pfirsich genannt. Sie bringt runde, sehr helle, blassgelbe Früchte mit zarter Schale hervor. Sie schmecken süßlich, angenehm mild und haben eine eher weiche Schale.

Revilla

Die Sorte Revilla bringt flachrunde, eher feste Früchte mit bräunlich-roter Farbe und grün marmorierten Schultern hervor, sie schmecken fein fruchtig und eignen sich ideal als Salattomaten.

Ruthje

Diese Sorte hat auffällig leuchtend rote Tomaten mit leichter Herzform und dezenter Flammung um den Kelch. Ihr außergewöhnlich guter Geschmack ist fast ähnlich dem einer sehr guten Cocktailtomate mit einem ausgewogenen Süße-Säure Verhältnis.

Striped Roman

Auch die Striped Roman liebe ich besonders, nicht nur aufgrund ihrer dekorativen rot-gelb gestreiften Schale. Die länglich-ovalen, spitz zulaufenden Früchte sind saftig, fruchtig, süß und würzig. Bleibt sie zu lang auf der Staude, wird sie mehlig. Der erfahrene Paradeiser-Profi Erwin Binder erntet sie zum Glück im idealen Zustand, so kann man vollen Geschmack und beste Konsistenz genießen.

White Sensation

Diese Sorte fällt mit ihren milchweißen, im Sonnenlicht fast elfenbeinfarben Tomaten auf. Sie entwickeln kaum Säure, schmecken aromatisch süß, fast honigartig. Damit sind sie bei Kindern besonders beliebt. Da sie auch eher platzfest und damit ein guter Snack für unterwegs.

Zitrina

Ihren Namen hat diese Stabtomate von ihrer zitronenähnlichen Form. Die gelben, länglichen Früchte mit ihrer prägnanten Spitze sind saftig und erfrischend fruchtig im Geschmack hervor. Sie eignen sich sowohl gegart als auch zum rohen Verzehr sehr gut.

Bio-Bauern verzichten auf chemisch-synthetische Spritz- & Düngemittel und setzen auf nachhaltig gesunde Böden.

Paradeiser-Know How

Das beste für die Sommerküche

Paradeiser eignen sich ideal für die schnelle Küche, denn wenn sie so aromatisch und vielfältig schmecken, wie die Ja! Natürlich Paradeiser-Raritäten, braucht man fast nix mehr dazu. Einfach aufschneiden, vielleicht ein bisschen marinieren und schon sind sie ein unvergleichlicher Genuss. Wichtig ist, dass sie beim Verzehr mindestens Zimmertemperatur haben, erst dann entfalten sie ihr Aroma. Kalte Tomaten schmecken nach viel weniger, probiert es aus!

Bio-Ernte mit Deko-Potenzial

Jedes Jahr bin ich so angetan von der Optik der Raritäten, dass ich sie sogar als Dekoration zweckentfremde (bevor sie dann verzehrt werden). Denn ehrlich: gibt es was schöneres als diese bunte Vielfalt der Natur?

Reifen Paradeiser nach?

Ja, Paradeiser reifen auch noch nach der Ernte.

Wie lagert man Tomaten am besten?

Der Kühlschrank raubt ihnen ihren Geschmack, deshalb immer bei Raumtemperatur lagern. Beim Nachreifen geben sie das Reifungsgas Ethylen ab und lassen anderes Gemüse und Früchte, die daneben gelagert werden, schneller verderben oder eben schneller reifen! Ist eine Mango, Banane oder Avocado noch unreif, kann man mit Paradeisern das Nachreifen beschleunigen. Ansonsten lieber getrennt von anderen Früchten aufbewahren, damit diese nicht zu schnell verderben!

Was tun mit überschüssigen Tomaten?

Wer selbst eine reiche Ernte hat, ist manchmal überwältigt von großen Paradeisermengen. Diese kocht ihr am besten ein, denn außerhalb der Saison werdet ihr um jedes Glas des herrlichen, saisonalen und vollreifen Paradeiser-Genusses froh sein. Zum Konservieren gibt’s zahlreiche Möglichkeiten, ich koche am liebsten relativ einfache Paradeisersauce ein, aber auch selbstgemachtes Ketchup oder Chutney (siehe Video weiter unten!) schmecken wunderbar.

Tomaten-Tipps von Ernährungswissenschaftlerin Margit Fensl:

Was soll man bei Hitze essen?

Nach traditionell chinesischer Medizin wirken Paradeiser im Körper kühlend. Wenn es im Sommer so richtig heiß ist, bringen Paradeiser die perfekte Erfrischung. Probiere es aus! Mehr Tipps, wie du im Sommer mit der richtigen Ernährung cool bleibst, gibt es hier.

Sind grüne Tomaten giftig?

Grüne unreife Stellen an Paradeisern immer wegschneiden (z.B. Stielansatz, unreife Früchte)! Diese enthalten den Pflanzenstoff Tomatin, die Pflanze schützt sich mit dieser Verbindung vor Schädlingen. Tomatin ist eine bitter schmeckende Verbindung, die hitzeresistent ist und vom menschlichen Verdauungssystem nicht abgebaut werden kann. Vergiftungserscheinungen können schon bei geringen Mengen auftreten: Bei Kleinkindern mit einem Gewicht von ca. 15 kg können bereits nach unreifen Tomaten Kopf- und Magenschmerzen oder Unwohlsein entstehen. Ausgenommen sind Sorten, die auch reif grün sind, wie die grüne Moldawische, Green Zebra oder grüne Birne, diese reifen grünen Paradeiser sind natürlich genießbar und köstlich!

Rezept-Video: Paradeiser-Chutney einkochen

In diesem Video zeigen wir dir wie du die Paradeiser-Saison verlängern kannst

Über Bio-BloggerIn Lisa96 Artikel

Feinspitz mit Experimentierfreude. Aufgewachsen in einer kulinarisch höchst affinen Familie mit eigenem Gemüsegarten, zudem ausgestattet mit einer ordentlichen Portion Neugierde und Furchtlosigkeit, waren Küchenexperimente seit jeher wesentlicher Bestandteil meines kreativen Lebens. Kochen ist für mich Leidenschaft und kreativer Ausgleich, niemals „Haushaltspflicht“. Je mehr man [...]

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