Johanniskraut-Öl ansetzen

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So manches Hausmittel kennen wir noch aus unserer Kindheit. Das Johanniskrautöl mit seinen vielen Tugenden, ist eines davon und durfte früher in keinem Haushalt fehlen.
Äußerlich oder innerlich angewandt kann man mit dem Johanniskrautöl viel Gutes tun. Vorsicht allerdings beim Gebrauch des Öls in der Sonne, die Lichtempfindlichkeit der Haut wird erhöht, man bekommt also viel schneller einen Sonnenbrand.
Das Öl ist auch ein hervorragendes Massageöl. Das Johanniskraut speichert die Sonne und ist wahrlich ein Symbol für die ganze Kraft des Sommers. Und diese Kraft gibt es an uns weiter.

Zutaten:

Zubereitung:

  1. Das obere Drittel vom voll erblühten Johanniskraut, man nimmt am besten Blüten, Knospen und die noch grünen Fruchtkapseln, an einem heißen Sommertag ernten (am besten nach mehreren Tagen Sonnenschein), in ein weites Glas, gut 1/3 voll, schichten, und mit Olivenöl auffüllen.
  2. Die ersten Wochen nur mit einem Tuch zubinden, damit die Feuchtigkeit verdunsten kann. Glas in die Sonne stellen, dann reift das samtrote Öl heran.
  3. Nach 5 – 6 Wochen durch ein Tuch abseihen, in dunkle Flaschen abfüllen und beschriften.

Johanniskraut

Das Johanniskraut ist das Heilkraut für ein angegriffenes Nervenkostüm. Hildegard von Bingen nennt es „die Arnika der Nerven“. Im Garten, auf Naturwiesen, an Wegrändern oder Böschungen, hoch hinauf auf den Almen, das Johanniskraut leuchtet uns mit seiner gelben Blüte entgegen. Hält man die Blütenblätter gegen das Licht, sind sie mit vielen „Tüpfel“ überseht und genau dieses „Tüpfelkraut“ ist auch das wirksame. In den Blüten steckt Hypericin, das dem Öl die rubinrote Farbe gibt. Johanniskraut wird als Hausmittel für körperliche und seelische Verletzungen sehr geschätzt. Das Kraut kann auf verschiedene Art und Weise angewendet werden. Als Tee, Tinktur, Öl oder Salbe, kann man sich seine vielfältigen Eigenschaften zu Nutze machen.

Tipp:

Das Öl in mehrere, kleine Flaschen abfüllen und immer beschriften. Das Datum nicht vergessen! Dann hat man stets einen guten Überblick über die Vorräte.

Die Rezepte und das überlieferte Wissen über die Heilkraft der Pflanzen und Kräuter wird mit bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Trotzdem ist jeder gefordert in Eigenverantwortung zu handeln. Gesundheit ist unser wertvollstes Gut, gehen wir sorgsam damit um.

Andrea Rieder
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Über Bio-BloggerIn Andrea42 Artikel

Kräuter haben mein Leben von klein auf „mit gelebt“. Es war in meiner Familie immer selbstverständlich, diese beim Kochen in vielfältigster Art und Weise zu verwenden und zu genießen. Sauerampfer, Gänseblümchen und Co wurden auf dem Schulweg gegessen. Bei all den kleineren und größeren Blessuren die einem im Leben begleiten, wurde mit Ringelblumensalbe, Arnikatinktur, [...]

Kommentare (2)

Roswitha Müller sagt

Hallo, ich bin sehr intetessiert an kräuter u selbstgemachte salben u tinkturen. Ich wollte sie fragen ob sie ein rezept von einer ringelblume u einem ringelblumenöl haben. Ich habe nur mit schweinefett eines aber der geruch ist micht so gut. Könnten sie mir da bitte writerhelfen? Vorweg mal ein herzliches dankeschön u
Lg müller roswitha
Siriusweg 8
4030 linz
Ps. Sollte ein buch darüner geben .mit diesen kräuter würde ich ey mir aich kaufen.

Andrea Rieder sagt

Liebe Frau Müller,
auf dieser Ja! Natürlich Seite hab ich im Juli 2016 das Rezept vom Ringelblumenöl und einer sehr guten Ringelblumencreme eingestellt. (Bio Bäuerin Andrea Rieder macht Ringelblumenöl)
Probieren sie beides mal aus, sie werden begeistert sein.
Sie können das fertige Ringelblumenöl auch einfach mit Bienenwachs härten, dann haben sie eine sehr gute Heilsalbe. Beim Rezept mit dem Schweinefett können sie ein paar Tropfen ätherisches Öl ( Zitrone, o.ä.) dazugeben, ein herrlich frischer Duft.
Broschüren haben wir über, die Brennnessel, den Salbei, den Beifuß, die Schafgarbe, den Thymian, den Holunder und den Frauenmantel. Heuer gibt es in Kürze die Rose.

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