Selbstgemachter Vollkorn-Flammkuchen

Weiterlesen

Ich mag Vollkornmehl. Ich finde, es hat einfach mehr Geschmack und warum sollte man die wertvollen Bestandteile Keimling, Schale usw. aussieben? Es gibt sehr viele Gerichte, die mit Vollkornmehl mindestens so gut, wenn nicht geschmacklich sogar noch besser gelingen als mit Auszugsmehl. Das gilt auch für Flammkuchen. Dieses Basisrezept für Vollkorn-Flammkuchen verwende ich immer wieder beliebig für saisonale Flammkuchen-Ideen. Das tolle ist, dass Flammkuchen so einfach und vielfältig zubereitet werden können, also auch eine super Restl-Verwertung. Und weil sie so hübsch aussehen, serviere ich sie auch gern Gästen. Heute teile ich meine liebsten Flammkuchen-Tipps mit euch.

Zutaten

  • 100 g Ja! Natürlich Bio-Weizenvollkorn-Mehl
  • 50 ml Ja! Natürlich Bio-Roter Rübensaft
  • 1 EL Ja! Natürlich Bio-Olivenöl
  • 1 Prise Salz
  • optional: ca. 3 EL Ja! Natürlich Bio-Speckwürfel
  • ein paar Handvoll Ja! Natürlich Bio-Rucola
Ja! Natürlich Weizenvollkorn-Mehl

Der Weizen stammt ausschließlich von den Anbauflächen des Bio-Landguts Esterhazy in der Region Neusiedler See-Seewinkel, einem der wertvollsten Naturräume Europas. In der Region Neusiedler See-Seewinkel reift das Getreide unter der burgenländischen Sonne mit mehr als 2.000 Sonnenstunden im Jahr zu seinem vollen Geschmack heran auf gesunden, naturbelassenen Böden. Das Getreide wird in der „Steinmüllerei“ der Bio-Mühle Rannersdorf nach einem traditionellen, sehr schonendem Mahlverfahren zwischen Mühlsteinen vermahlen.

erhältlich nur bei BILLA, MERKUR, ADEG und Sutterlüty

Zubereitung:

  1. Mehl, Wasser, Rote-Rüben-Saft, Öl und Salz mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Sollte der Teig zu feucht sein, einfach weitere kleine Mengen Mehl einarbeiten, sollte er zu trocken sein, einfach noch etwas Wasser oder Rote-Rüben-Saft hinzufügen.
  2. Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einwickeln und im Kühlschrank 30 Minuten ruhen lassen.
  3. Ofen auf 250°C vorheizen. 
  4. In der Zwischenzeit Speckwürfel in der Pfanne knusprig anbraten. 
  5. Teig in 2 Hälften teilen, mit der Hand flachdrücken und auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Rundherum 1-2 cm frei lassen. Ins Backrohr geben und 8-10 Minuten backen, Sauerrahm salzen, pfeffern und dünn auf die beiden Flammkuchen aufstreichen und nochmal fertig backen bis sie knusprig sind. Aus dem Ofen nehmen, mit Speckwürfel und Rucola belegen.

Je nach persönlicher Vorliebe kannst du den Sauerrahm auch erst auf den fertig gebackenen Flammkuchen aufstreichen, bevor du ihn weiter belegst.

 

Flammkuchen-Tipps:

  • Frisches Grünzeug: Salate, Kräuter und Sprossen wie Ruccola, Vogerlsalat, Kresse, Sprossen, oder feinblättrige Kräuter gebe ich erst kurz vor dem Servieren drauf. Sie sollten Frisch und knackig schmecken. Dasselbe gilt für Radieschen. Werden sie mitgebacken, sehen sie nicht mehr so frisch aus und schmecken auch nicht mehr so gut. Einzige Ausnahme dabei ist Bärlauch, der ist mir roh ein wenig zu scharf. Daher mische ich ihn vorher fein gehackt unter die Crème fraîche oder den Sauerrahm.
  • Frisch bestrichen: je nach Belag kann es hilfreich sein, erst den Teig zu backen und dann frisch zu belegen – je nachdem ob man den Belag lieber roh oder gegart genießen möchte. Für eine frühlingshaften, frischen Genuss finde ich zum Beispiel Frischkäse roh besser als mitgebacken. Aber das ist Geschmackssache. Eine Mischung aus Sauerrahm und einem Ei verwende ich auch gerne, diese backe ich dann aber immer mit.
  • Natürlich bunt: Ich spiele gerne mit natürlichen Farben. Beispielsweise indem ich einen Teil des Wassers durch Rote-Rüben-Saft ersetze wie im obigen Rezept. So wird der Teig pink! Curcuma oder Curry machen den Teig gelb, Tomatenmark gibt eine rote Farbe. So kann man auch Kindern, die vielleicht nicht so gerne Vollkornteig essen, den Teig schmackhaft machen!
  • Natürlich bester Geschmack: Oft geht es gar nicht um die Kochkunst, sondern um die Kunst, die richtigen Zutaten zu verwenden. Das wichtigste sind für mich hochwertige Bio-Zutaten, die von Natur aus sehr gut schmecken, dann kann nicht mehr viel schief gehen. Neben einem guten Bio-Mehl für den Teig schaue ich, welches saisonale, vollreife Gemüse ich in bester Qualität bekomme kombiniere sie z.B. mit Milchprodukten bzw. Käse aus wertvoller Bio-Heublumenmilch. Der Ja! Natürlich Büffelmozzarella oder Sauerrahm aus Heublumenmilch sind einfach unschlagbar! Wenn du geschmackvolle Zutaten hast, gelingen dir die besten Flammkuchen und alle werden staunen ob des guten Geschmacks.
  • Es geht auch ohne Milchprodukte: für eine rein pflanzliche Variante liebe ich das Ja! Natürlich Mandelmus als Alternative zu Sauerrahm und Co. Das bringt auch einen tollen nussigen Geschmack. Schaut euch zum Beispiel das köstliche Rezept von Melanie an!

Saisonale Flammkuchen-Ideen:

Jede Saison bringt eine Palette von Zutaten mit sich, die du nur noch auf deinen Flammkuchen-Teig schlichten musst für abwechslungsreichen, gesunden Bio-Genuss, ein paar Kombinationen, die ich persönlich gerne mag:

Winter zu Jahresbeginn: Blutorangen + Fenchel + Feta
Frühling: Bärlauch + (Ziegen-)Frischkäse + frische Radieschen oder nur Crème fraîche + frischer Schnittlauch + Zitronenzeste
Frühsommer: grüner Spargel + Erbsen+ (Ziegen-)Frischkäse
Sommer: Zucchini + Paradeiser-Raritäten + Paprika-Raritäten + Melanzani + Büffelmozzarella + Pesto genovese oder frischer Basilikum
Herbst Kürbis + Kürbiskerne + Herbstgouda oder Birne + Feige + Ziegenfrischkäse + Thymian
Winter gegen Jahresende: Champignons + Schinken + Bergkäse oder Sauerkraut + Speck + Crème fraîche
Ganzjährig: TK-Blattspinat + Schalottenzwiebel + Feta oder TK-Brokkoli + Emmentaler + gehackte Haselnüsse
Über Bio-BloggerIn Lisa109 Artikel

Nach einigen Jahren als externe Partnerin bin ich 2017 ins Ja! Natürlich Team gekommen und bin seither unter anderem für die Inhalte hier zuständig. Meine Begeisterung für gutes Essen, Nachhaltigkeit und biologische Landwirtschaft prägt mein Leben seit vielen Jahren sowohl beruflich als auch privat. Noch mehr darüber zu lernen und das Wissen von den vielen ExpertInnen bei und um Ja! [...]

Kommentare (1)

Kommentar verfassen

Absenden

* erforderlich (E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht)