Blutorangen-Sirup & kandierte Orangenschalen #zerowaste

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Warum BIO?

Gerade bei Zitrusfrüchten ist Bio-Qualität essentiell – denn schade wäre um die gute Schale, wenn sie durch chemisch-synthetische Spritzmittel ungenießbar geworden wäre. Nur Bio-Zertifizierung gibt hier Sicherheit. Ja! Natürlich bezieht die Bio-Blutorangen aus Sizilien von tollen Bio-Betrieben, hier erfährst du mehr!

Endlich sind sie wieder da, meine heiß geliebten Bio-Blutorangen! Sie bringen Farbe, Freude, Geschmack und Vitamine in die kälteste Jahreszeit. Bei Zitrusfrüchten gibt es für mich zwei Prinzipien, die Hand in Hand gehen: Ich kaufe ausschließlich Bio-Ware und ich verwende immer die komplette Frucht. Denn sowohl Schale als auch Fruchtfleisch sind köstlich und kostbar. Es kommt nicht in Frage, etwas davon wegzuwerfen!

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Dass man mit dem frischen Abrieb der Schalen einem Gericht tolle Aromen verleihen kann, ist bekannt. Eine andere Methode ist, größere Schalenstücke zu kandieren. In Italien, wo die köstlichen Bio-Blutorangen herkommen, ist das besonders beliebt. Heute gibt es eine „2-in-1“-Küchengeschichte, dafür sind die beiden Rezepte simpel und ihr braucht insgesamt nur drei Zutaten für konzentrierten, großartigen Geschmack mal zwei. Gutes neues Zitrusjahr wünsche ich Euch!

Zutaten Blutorangen-Sirup:

  • 3 Ja! Natürlich Blutorangen „Moro“ (Saft)
  • 170g Vollrohrzucker
  • Eine Hand voll Zitronenthymian
  • 150ml Wasser

Zutaten Kandierte Orangenschalen:

  • Schalenreste von 3 Ja! Natürlich Blutorangen „Moro“
  • 190 g Ja! Natürlich Vollrohrzucker
  • 180 ml Wasser
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Blutorangen-Wissen: MORO oder TAROCCO?

MORO empfehle ich fürs Auspressen, denn sie zählen mit einem Saftanteil von über 35% zu den besonders saftigen Früchten. Die Sorte gibt es von Dezember bis Ende Februar und kommt aus Sizilien. Nicht nur als Saft und Sirup, auch in Suppen macht sich diese Blutorange gut.

TAROCCO kommen erst etwas später, Mitte Jänner bis Februar und sie sind für mich die beste Wahl zum Genießen als pure Frucht oder als Zutat in saisonalen Speisen wie Salaten, Müslis u.v.m. Sie gelten als Halbblutorangen und sind besonders aromatisch, meist süßer als die geläufigen Orangen.

Zubereitung:

  1. Zitronenthymian waschen und trocken tupfen. Blutorangen halbieren und auspressen.
  2. Den Blutorangensaft mit Zitronenthymian, Zucker und Wasser in einem Topf aufkochen lassen. Hitze reduzieren und leicht köchelnd reduzieren, bis die Flüssigkeit eine Sirup-ähnliche, aber nicht zu zähe Konsistenz hat. Bei mir dauerte es ca. 20 Minuten. Zwischendurch ab und zu umrühren.
  3. Danach den Zitronenthymian entfernen und den Sirup durch ein Sieb abseihen. In heiß ausgespülte Glasflaschen oder Gläser abfüllen.
  1. Für die kandierten Schalen die ausgepressten Hälften sauber ausputzen, am besten mit einem scharfkantigen Teelöffel oder einem kleinen, scharfen Messer. Die weißen Zwischenwände der Orange müssen komplett entfernt werden, sodass wirklich nur noch die äußere Schale bleibt.
  2. Die Schalen in möglichst gleichmäßige, ca. 5mm breite Streifen schneiden.
  3. (Wer den bitteren Geschmack vermindern möchte, kann die Schalen 1-2 Mal in Wasser aufkochen und das Wasser abseihen. Ich persönlich liebe bitteren Geschmack, darum lasse ich diesen Schritt aus!)
  4. Wasser und Zucker in einem Topf verrühren und erhitzen, bei mittlerer Hitze ca. 8 Minuten kochen lassen.
  1. Schalen zugeben und mindestens 50 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen, dabei eher nicht umrühren. Es sollten immer alle Schalen bedeckt sein, wenn nötig den Topf hin und wieder schwenken.
  2. Wenn die Schalen leicht durchsichtig sind, Topf vom Herd nehmen, ein paar Minuten abkühlen lassen und dann die Schalen einzeln mit einer Gabel herausnehmen.
  3. Die kandierten Schalen mit reichlich Abstand auf Backpapier legen und 1-2 Tage an der Luft trocknen lassen.
Tipps zur Verwendung und Aufbewahrung:

Die Schalen halten sich luftdicht und kühl aufbewahrt einige Wochen. Ich verwende sie gerne zum Dekorieren von Desserts oder in Müslimischungen. Für Bio-Naschkatzen sind sie eine feine bittersüße Nascherei für Zwischendurch. Wer mag, kann sie noch zur Hälfte in Schokolade tunken.

Der Sirup hält sich in sauberen Flaschen im Kühlschrank mehrere Wochen. Er eignet sich zum Verfeinern von Desserts (z.B. Panna Cotta, Eis, Pudding) zum Süßen von Frühstücksgerichten wie Müsli, Porridge oder Pancakes sowie in Longdrinks, mit Sekt und natürlich in antialkoholischen Getränken (z.B. einfach mit Mineralwasser aufgespritzt) oder als Süße im Tee.

Zubereitungsdauer: 1 ½ Stunden inkl. Kochzeit, exkl. Trockenzeit
Schwierigkeit: Das Rezept ist einfach, aber nichts für Kinder. Beim Umgang mit heißem Sirup ist höchste Vorsicht geboten, denn geschmolzener Zucker ist sehr heiß.
Genussfaktor: Zum Verschenken oder selbst genießen ein köstlicher Start ins neue Jahr!

Über Bio-BloggerIn Lisa109 Artikel

Nach einigen Jahren als externe Partnerin bin ich 2017 ins Ja! Natürlich Team gekommen und bin seither unter anderem für die Inhalte hier zuständig. Meine Begeisterung für gutes Essen, Nachhaltigkeit und biologische Landwirtschaft prägt mein Leben seit vielen Jahren sowohl beruflich als auch privat. Noch mehr darüber zu lernen und das Wissen von den vielen ExpertInnen bei und um Ja! [...]

Kommentare (7)

Manuela sagt

Wow, ganz toll

Lisa Vockenhuber sagt

Freut mich, dass dir das Rezept gefällt! Viel Spaß beim Ausprobieren!

Sigrid sagt

Ich werde das ganz sicher ausprobieren, allerdings in umgekehrter Reihenfolge. Dann kann ich die Zuckerlösung vom kandieren (die sicherlich ein tolles Aroma hat) gleich für den Blutorangensirup verwenden.

Lisa Vockenhuber sagt

Hallo Sigrid!
Ja, man kann natürlich auch umgekehrt arbeiten und den Rückstand vom Kandieren der Schalen für den Sirup verwenden! Wobei mir normalerweise kaum Sirup übrig bleibt, das bisschen habe ich gleich unmittelbar für Tee verwendet. Aber das hängt immer ein bisschen vom Ofen ab bzw. davon wie stark man den Sirup kochen lässt, mal bleibt mehr, mal weniger.
Viel Spaß beim Ausprobieren!

Karin Schindler sagt

Wieviel Saft habt ihr da verwendet? Saft aus 3 Orangen ist relativ... ;-)

Lisa Vockenhuber sagt

Liebe Karin, die Ja! Natürlich Blutorangen sind sehr ähnlich groß und die Angabe muss nicht auf den ml genau passen, insofern kannst du hier ruhig mit der Angabe von 3 Ja! Natürlich Moro Blutorangen arbeiten - ein paar ml mehr oder weniger sind nicht ausschlaggebend, wie auch der Sirup mal etwas dünner, mal etwas dicker ausfallen kann, das ist wie so vieles Geschmackssache! Je dicker (= mehr Zucker- und weniger Wasseranteil), umso besser ist er haltbar. Liebe Grüße, Lisa vom Ja! Natürlich Team

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