Grünzeug-Knöderl mit Giersch

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Jetzt ist die Zeit, wo das erste Grün zu sprießen beginnt und wir es kaum noch erwarten können unseren Körper mit diesen Mineralstofflieferanten, Powermittel und Entschlackungsmeistern aus Natur  und Garten zu versorgen und damit die Frühjahrsmüdigkeit mit dem Winter zu vertreiben. Das „Grünzeug“ in den Knödeln enthält neben den so wichtigen Bitterstoffen, Vitaminen, Mineralstoffen, Enzymen, auch Chlorophyll und sind grandiose natürliche Nährstofflieferanten. Chlorophyll ist das Farbpigment, das unter anderem die Pflanzen grün färbt, das Sonnenlicht speichert  und in Energie umwandelt.

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Nicht nur die Natur verjüngt sich in dieser Zeit, mit den frischen Kräutern und Wildkräutern geben wir auch dem Körper Kraft und Vitalität. Wenn man es erkannt hat, welch Power in grünen Lebensmitteln steckt, sollten wir immer öfters beim Vorbeigehen  einen Stängel / ein Blatt  abpflücken und essen.

Kräuter sind wunderbar, aber genau diese Wirkstoffe können bei unsachgemäßer Verwendung auch Schaden anrichten. Deshalb soll / muss man ein Kraut bevor man es verwendet, genau kennen. Über die Art und Häufigkeit der Anwendung und die verwendete Menge braucht es Information und Kenntnis, denn oft ist weniger mehr! Auch unsere alltäglichen Küchenkräuter haben Kraft und sollen bewusst und sorgsam eingesetzt werden.

Wenn wir dafür sorgen, dass es auf unseren Tellern „grün und bunt“ wird, dann hat die Frühjahrsmüdigkeit keine Chance!

Kräuter Tipp

Giersch, oder Wasserkraut wie es oft genannt wird, ist den meisten Gärtnern nur als lästiges Unkraut bekannt. Dabei hat er seinen schlechten Ruf ganz zu Unrecht, ist er doch ein absolutes Vitamin C Wunder und enthält Spurenelemente wie Magnesium, Kalium, Calcium, Zink. Vielseitig verwendbar in Suppen, Aufstrichen, Knödel, im Kräutersalz, zum Räuchern, als Gesundheitsbad, in Kräuterlimonaden, in der gesunden Kräuterküche, ist er ein richtiger Allrounder.

Wer Giersch im Garten hat, sollte ihn nicht auszupfen und verbannen, sondern ihn so oft als möglich auf den Speiseplan setzen.

Grünzeugknöderl Zutaten:

  • 100 g Ja! Natürlich Knödelbrot
  • 3 – 4 mittelgroße ( ca. 400 g )am Vortag gekochte Ja! Natürlich Kartoffeln
  • 2 Ja! Natürlich Eier
  • 1 feingeschnittene Ja! Natürlich Zwiebel
  • 200g Pinzgauer Bierkäse
  • Kräutersalz
  • frische Ja! Natürlich Petersilie, Maggikraut, Zwiebelröhren, und anderes „Grünzeug“ ( Giersch, Löwenzahnblätter, Spitzwegerich, Brennnessel, Schafgarbenblätter,.. – Menge je nach Geschmack)
  • 150 – 200 g Ja! Natürlich Mehl
Zum „Abschmalzen“
  • 150 g Ja! Natürlich Butter
  • 1/2 Ja! Natürlich Zwiebel
  • Ja! Natürlich Schnittlauch zum Bestreuen
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Grünzeugknöderl Zubereitung:

  1. Die am Vortag gekochten Kartoffeln schälen, grob reiben, salzen und mit dem Knödelbrot vermengen.
  2. Die Zwiebel in Butter glasig anlaufen lassen, das klein geschnittene Grünzeug kurz mit schwenken und unter die Knödelmasse mischen. Den Käse grob reiben oder kleinwürfelig schneiden und mit dem Mehl, den Eiern und ev. etwas Milch dazugeben. Die Masse gut durchziehen lassen.
  3. Kleine Knödel formen, ins leicht kochende Wasser einlegen und ca. 20 Minuten köcheln lassen.
  4. Während dessen die Butter schmelzen, die Zwiebelringe dazugeben und unter öfterem um rühren gut braun werden lassen und über Knödel gießen — „ abschmalzn“. Wenn der Bräunungsprozess einsetzt, kann man den Topf von der Herdplatte nehmen. Butter brennt sehr schnell an und die verbleibende Hitze im Topf reicht oft aus, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Die braune Butter/ Zwiebelmischung gibt dem Ganzen Farbe und Geschmack.

Mit viel Schnittlauch bestreuen und sich`s schmecken lassen.

Wer kein Käseliebhaber ist, den Käse kann man auch weglassen, auch so haben die Knödel einen wunderbaren Geschmack.

 

Urlaub bei Andrea Rieder

Übrigens – auf Andrea Rieders Bio-Bauernhof im Nationalpark Hohe Tauern kann man Bio hautnah miterleben. Alle Infos zu einem Urlaub in Österreichs größtem Nationalpark findest du auf unserer Webseite.

Über Bio-BloggerIn Andrea39 Artikel

Kräuter haben mein Leben von klein auf „mit gelebt“. Es war in meiner Familie immer selbstverständlich, diese beim Kochen in vielfältigster Art und Weise zu verwenden und zu genießen. Sauerampfer, Gänseblümchen und Co wurden auf dem Schulweg gegessen. Bei all den kleineren und größeren Blessuren die einem im Leben begleiten, wurde mit Ringelblumensalbe, Arnikatinktur, [...]

Kommentare (4)

Heidi sagt

Die Rezepte lesen sich sehr gut, ich werde sie auf alle Fälle ausprobieren und dann berichten!

Andrea Rieder sagt

Leider hab ich ihren Kommentar erst heute gelesen. Ich hoffe die Grünzeugknödel haben gut geschmeckt. Jetzt ist ja wieder die Zeit , wo alles wieder sprießt in der Natur.

ulrike scheibner sagt

Ich bin mir nicht immer sicher ob ich den richtigen Giersch pflücke!Bei mir viel unter den Ribiselstrauch!Woran erkenne ich den richtigen?Lg

Andrea Rieder sagt

Liebe Frau Scheibner,
der Giersch hat einen 3 kantigen Blattstiel und man erkennt ihn an seinem typischen Geruch. Der Geschmack ist sehr der Petersilie ähnlich. Der Giersch wächst mit Vorliebe unter Ribiselsträuchern und hat sehr lange Wurzeln. Er ist deshalb bei vielen Gärtnern auch ein sehr unbeliebtes "Unkraut" . Vielleicht haben sie jemanden in der Nähe, der ihnen den Giersch zeigen kann. Denn Kräuter soll man nur sammeln, wenn man sie 100% bestimmen kann.
Liebe Grüße aus Hollersbach und viel Freude beim Kräuter sammeln.
Andrea Rieder

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