10 Ideen mit Bio-Linsen aus dem Burgenland

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Während sie hierzulande eher stiefkindlich behandelt werden und meist eingebrannt mit Speck und Semmelknödeln am Teller landen, werden Linsen in anderen Küchen der Welt als das gefeiert, was sie sind: vielseitige Alleskönner. Mit diesen Tipps kommen die kleinen Hülsenfrüchte auch in deiner Küche ganz groß raus.

Linsen – eine unterschätzte Zutat von Welt

Unscheinbar und eher geschmacksneutral sind Linsen die grauen Mäuschen unter den Zutaten. Genau darin liegt aber auch eine ihrer größten Stärken: sie nehmen dankbar jeden Geschmack an, den du ihnen verpassen möchtest. Zur Inspiration genügt ein Blick in die Töpfe anderer Länder. Indien hat nicht nur eine beachtliche Vielfalt an Linsensorten, sondern auch -speisen wie unterschiedliche Dals und Curries zu bieten. In der orientalischen und afrikanischen Küche sind die Hülsenfrüchte Stammgäste in Reisgerichten, Eintöpfen und Suppen und auch in Europa haben Linsen Tradition. Die italienische Minestrone wird durch die pflanzlichen Eiweißlieferanten erst richtig sättigend, in der Türkei wandern sie statt Fleisch in vegetarische Böreks und Köfte, im griechischen Eintopf Fakes spielen sie neben Paradeisern die Hauptrolle und in Frankreich glänzen sie im Salat mit Dijon-Vinaigrette. Die kleinen Küchenhelfer können aber noch viel mehr!

Von wegen Beilage! 10 Ideen für Linsen

Als Hauptgericht nach Belieben abgeschmeckt und mit einem pochierten Ei, Spiegelei, Würsteln oder Gemüse der Saison gekrönt
Anstelle von Fleisch in Bolognese und anderen Sughi, Bratlingen und Burgern, Aufläufen oder „faschierten“ Braten
Als nahrhaftes Extra im Salat oder anstelle von Getreide mit Kräutern als Taboulé
Als cremige Basis für Aufstriche und Dips – Hummus muss nicht immer aus Kichererbsen sein!
Zum Andicken und Binden von Suppen und Eintöpfen – einfach pürieren und unterrühren
Als Begleiter von Pasta und Reis – Nudeln oder Reis nach fortgeschrittener Garzeit direkt mit den Linsen mitkochen
Für knackige Sprossen als Topping von Salaten und Broten – in einem Einmachglas oder einer Keimbox gekeimt
Als knuspriger Snack nach dem Kochen im Backofen gebacken und nach Gusto gewürzt
Für saftige Kuchen, Brownies oder Kekse in pürierter Form oder als Mehl im Teig
Als herzhafte Fülle für Strudeln, Wraps, Tacos oder gefüllte Gemüse

7 Tipps für perfekt gekochte Linsen

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  1. Getrocknete Linsen verwenden
    Wenn es schnell gehen muss, sind gegarte Linsen aus der Dose eine praktische Alternative, generell sind getrocknete Exemplare aber die bessere Wahl. Zum einen weil Konserven oft viel Salz zugesetzt ist und zum anderen weil mit den Dosen – vor allem bei größeren Mengen – ganz schön viel Müll anfällt. Außerdem sind getrocknete Hülsenfrüchte, vor allem in Bio-Qualität, günstiger als vorgekochte und auch geschmacklich meistens besser.
  2. Gründlich waschen
    Aschenputtels Zeiten, in denen Linsen zuhause einzeln verlesen werden mussten, sind zum Glück vorbei. Gründliches Waschen macht trotzdem Sinn, denn dabei werden neben eventuellen Verunreinigungen auch schlecht verträgliche Stoffe entfernt, die der Verdauung Probleme machen können. Kleine Linsen empfiehlt es sich direkt aus der Packung abzuspülen, größere Linsen nach dem Einweichen vor dem Kochen.
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  1. Durch Einweichen Zeit sparen
    Theoretisch könntest du Linsen auch direkt kochen. Das vorab Einweichen in Wasser verkürzt die Kochdauer aber beträchtlich. Kleine Linsen wie Beluga oder rote Linsen sind auch ohne Vorbereitung schnell gar, bei Tellerlinsen wie denen von Ja! Natürlich empfiehlt sich eine Stunde Einweichzeit, dann sind sie nach 45 Minuten kochen fertig. Je älter Linsen sind, desto länger brauchen sie übrigens, bis sie weich sind.
  2. Den passenden Topf wählen
    Beim Kochen entsteht durch die in den Linsen enthaltenen Saponine ein Schaum, der bei zu kleinen Töpfen über den Rand quellen kann. Am besten einen größeren Topf zu zwei Dritteln füllen und bei Bedarf während dem Kochen etwas Schaum abschöpfen. Mit einem Druckkochtopf sind größere Linsen wie Tellerlinsen in 15 Minuten essfertig gekocht – ganz ohne Einweichen.
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  1. Nicht an Flüssigkeit sparen
    Bei längerer Kochzeit verdunstet einiges an Wasser, deshalb nicht damit sparen und Linsen in der zweifachen oder zweieinhalbfachen Menge Wasser bzw. Flüssigkeit kochen. Ähnlich wie bei Reis kannst du übriges Wasser notfalls im Sieb abgießen, wenn die Linsen den gewünschten Gargrad erreicht haben. Beachte allerdings, dass damit auch Nährstoffe und Geschmack weggeschüttet werden.
  2. Würze ins Wasser geben
    Je nachdem, was du anschließend damit vorhast, kannst du den Linsen schon während des Kochens etwas Geschmack mit auf den Weg geben – dass man sie nicht vor dem Kochen salzen soll, ist ein Mythos! Koch sie statt in Wasser in Hühner- oder Gemüsebrühe oder gib Knoblauch, Schalotten und Kräuter wie Thymian und Rosmarin oder Gewürze wie Kreuzkümmel, Fenchel und Ingwer mit in den Topf.
  3. Hitze reduzieren
    Am besten behalten Linsen ihre Form und Bissfestigkeit, wenn du die Hitze nach dem Aufkochen auf niedrige bis mittlere Stufe zurückdrehst und sie leicht blubbernd köcheln lässt.
Warum bio?

Die Bio-Linsen werden am Biohof Fuhrmann im Burgenland ohne chemisch-synthetische Spritz- und Düngemittel angebaut und sorgen so für einen nachhaltig gesunden Boden, der uns weiterhin mit bester Bio-Ernte versorgen kann.

Fotocredit Hummus: Meli Limbeck

Über Bio-BloggerIn Sarah53 Artikel

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