Rindsbratwürstl, selbst gemacht: Heißes Mitbringsel für coole Grillabende

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Eines unserer Steckenpferde sind eindeutig die selbst gemachten Würste. Ob für den eigenen Grill oder als Mitbringsel für die Grillparty – damit kommt man definitiv groß raus! Es braucht allerdings auch einiges an Know-how und Equipment, weswegen wir seit Anfang des Jahres im Wiener Kochsalon „Wiens ersten Wurstkurs“ anbieten. HIER kann der Kurs übrigens gebucht werden! #hungryforwurst

Eine Regel, um sich mit Hingabe der Produktion der eigenen Grillwurst zu widmen: Wir verwenden ausschließlich Bio-Fleisch. Ob man sich für Weide-Jungrind, Milch-Kalb oder Lamm entscheidet – alle Fleischsorten eignen sich zum Wurstmachen.

Was der Wurst-Fan wissen sollte: Eine selbst gemachte fettarme Wurst gibt es nicht! Eine Wurst besteht zu mindestens 30% aus reinem Fett, sogenannter grüner Speck, den man bei so gut wie jedem Fleischer kaufen kann.  

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Schritt 1: Der Darm.

Ein wenig Vorbereitung gehört dazu. Am Vorabend spült ihr den Darm, den ihr bei jedem Fleischer bekommen solltet, einmal gut durch und legt ihn dann in Rotwein mit gehacktem Knoblauch darin über Nacht im Kühlschrank ein. Ca. 3 Stunden vor dem Start den Schweinedarm gut wässern, sodass er geschmeidig wird und sich später leichter aufziehen lässt.

Schritt 2: Die Gewürzmischung.

Sozusagen das Herzstück unserer Wurst. Hierfür Wacholderbeeren, Fenchelsamen, Cayennepfeffer, schwarze Pfefferkörner, Chilis und Salz in einen Mörser geben und alles zu einer feinen Mischung mahlen. Anschließend auch die Knoblauchzehen grob hacken und gemeinsam mit dem Tomatenmark in die Gewürzmischung einarbeiten.

Schritt 3: Das Fleisch.

Dieses muss immer kühl gehalten werden, da es nie über 14 Grad erreichen sollte. Somit nehmt das Fleisch, würfelt es grob gemeinsam mit dem Speck und gebt es dann nochmals ins Gefrierfach. Wenn das Fleisch während des Wurstens zu warm wird, werden die Würste später bröselig und trocken.

Schritt 4: Das „Fleischen“.

Den Fleischwolf mit dem gröbsten Sieb aufbauen. Das Rindfleisch sowie den Speck grob würfeln und einmal durch den Fleischwolf drehen. Anschließend in einer Schüssel zusammen mit unserer Gewürzmischung und dem Rotwein gut vermengen. Solltet ihr euch mit dem Salzgehalt nicht ganz sicher sein, bitte abschmecken.

Schritt 5: Das Befüllen.

Nun den Schweinedarm auf den Befüllaufsatz aufziehen. Wenn der gesamte Darm aufgewickelt ist, die gewürzte Fleischmasse wieder oben auf den Fleischwolf geben. Das Befüllen kann man übrigens unserer Meinung nach nur zu zweit machen. Bene hat sich das Ende des Darms genommen, 2 cm vom Befüller abgewickelt, aber keinen Knoten hinein gemacht. Nun stellt die eine (Toni) den Fleischwolf an und achtet darauf, das Faschierte möglichst gleichmäßig nach unten in den Trichter zu drücken. Der andere (Bene) hält den Darm fest und dreht diesen alle 15 cm einmal um seine Achse, sodass kleine Würste entstehen. Hier sollte man nicht stoppen, sondern das ganze Fleisch auf einmal verwerten. Geht aber schneller, als man denkt! Wenn alles befüllt ist, den Fleischwolf abschalten und den Darm am Ende abschneiden.

Vor Euch liegen jetzt Eure ersten selbstgemachten Rindsbratwürste! Auf ein tolles Grillfest!

Ernährungs-Tipp

HALTBARKEIT. Frisch gegrillt schmecken die Würste natürlich am besten. Einen Tag könnt ihr die Würste im Kühlschrank lagern, ansonsten bitte direkt in Gefrierbeutel einpacken und sofort einfrieren!

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Zutaten für 20 Würste:

  • 1 kg Ja! Natürlich Weide-Jungrind
  • 300 g Schweinespeck („Grüner Speck“)
  • 20 g feines Salz
  • 1 EL Wacholderbeeren
  • 1,5 EL Fenchelsamen
  • 1 Msp. Cayennepfeffer
  • 2 Ja! Natürlich Knoblauchzehen
  • 1 TL Pfefferkörner, schwarz
  • 1 EL Ja! Natürlich Tomatenmark
  • 1/8 Ja! Natürlich Rotwein
  • 1 TL gehackte Chili
  • 4 m Schweinedarm (Durchmesser =25 mm)
Genuss-Tipp

Achtet darauf, dass das Schweinefleisch sehr mager und der Speck noch nicht geräuchert ist. Je mehr Speckanteil ihr hinzugebt, desto feiner wird die Wurst später werden.

Über Bio-BloggerIn Toni Kögl & Bene Steinle26 Artikel

Because you are hungry. Wir sind immer auf der Suche nach neuen Inspirationen für unsere nächste Küchengeschichte. Bei uns (Toni, der Architektin, und ihrem Freund Bene, dem Grafikdesigner) ist die eigene Küche der zentrale Lebenspunkt. Nach unserem Studium kamen wir zusammen nach Wien und kochen nun schon seit über fünf Jahren neben unseren Berufen gegen den Stress im Alltag an. Um [...]

Kommentare (1)

Hannes Schützl sagt

Also wo habt ihr dieses Rezept her, Tomatenmark, Fenchel und Wacholder in Bratwürste ist schon sehr eigenwillig. Den Sinn Därme in Rotwein einzuweichen muss mir auch einmal einer erklären und Göderlspeck vom Schwein ist besser als Rückenspeck. MEIN REZEPT: pro Kg 20gr Salz, 3gr Pfefferkörner schwarz gemahlen, 3-4gr Majoran, 3gr Muskatnuss, 20gr Knoblauch, Zitronenzeste 1/2 Biozitrone, 60% mageres Rind- oder Schweinefleisch, 40% Göderlspeck. Von dem Magerfleisch 30% fein faschieren, mit der nötigen Menge Salz mischen(pro kg 20gr) Eiswasser oder Eiswürfeln dazu und fein mixen (cuttern) bis eine klebrige Masse entsteht. Danach den Speck und das ürige Fleisch mit einer 6er Lochscheibe faschieren, das Fleisch, den Speck und das Brät mischen, die Gewürze dazu . Nun die Därme in warmen Wasser einweichen, durchspüren und füllen, abbinden und bei 80°C eine halbe Stunde im Wasser ziehen lassen. Jetzt halten sie einige Tage im Kühlschrank. FRAGE: macht Ihr den Wurstkurs, dann möchte ich mich anmelden

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