Tipps & Tricks rund ums Ei

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Für festen Eischnee ein paar Tropfen Zitronensaft oder eine Prise Salz zum Eiklar dazugeben und dann mixen, das wissen bereits die meisten von uns. Aber was kann man tun, damit Eier beim Kochen nicht platzen? Und warum soll man Eier nach dem Kochen nicht abschrecken? Das und mehr erfährst hier.

Tipps und Tricks rund ums Ei

  • Rohe Eier nicht waschen, da sonst die natürliche Schutzschicht zerstört wird. Diese verhindert das Eindringen von Bakterien über die Poren der Eischale. Wenn du Eier wegen starker Verschmutzung dennoch waschen musst, dann empfehle ich dir eine rasche Weiterverarbeitung.
  • Für manche Speisen wird nur der Dotter oder das Eiklar gebraucht. Der übrige Teil kann aber durchaus noch einige Zeit frisch gehalten und dann für gut durcherhitzte Speisen verwendet werden:
    >> Frischer Dotter kann mit ein paar Spritzern Wasser zugedeckt noch etwa drei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Mit Öl bedeckt hält er sogar noch etwas länger.
    >> Das Eiklar kann gut verschlossen bis zu zwei Wochen kühl aufbewahrt werden oder auch eingefroren werden.
  • Die lange Haltbarkeit haben Eier unter anderem dem dünnen Häutchen auf der Eischale zu verdanken. Das Eihäutchen hat eine bakterizide und fungizide Schutzfunktion. Die Eischale sollte deshalb keine Risse aufweisen.
Koch-Tipp:

Für Speisen mit rohen Eiern (z. B. Tiramisu, Mayonnaise) verwende nur besonders frische Eier. Diese Speisen sollten kühl gelagert und möglichst schnell verzehrt werden. Salmonellen vermehren sich unter 8 °C fast nicht, jedoch bei Zimmertemperatur explosionsartig. Abgetötet werden sie erst durch ein mindestens 10-minütiges Erhitzen auf über 70 °C.

Tipps und Tricks für die Lagerung

  • Zerbrochene Eier nicht mit intakten Eiern lagern, sondern sofort entsorgen.
  • Eier nicht neben stark riechenden Lebensmitteln lagern, wie Zitrusfrüchten, Käse oder Zwiebeln, denn Eier nehmen gerne deren Geruch über die poröse Kalkschale auf.
  • Salate und Gemüse sind am besten getrennt von Eiern aufzubewahren.
  • Händewaschen nach dem Hantieren mit Eiern, das sollte selbstverständlich sein, da sich Spuren von Salmonellen auch auf der Schale der Eier befinden können.
  • Frischeprobe bei rohen Eiern: Frische Eier bleiben beim Einlegen in kaltes Wasser am Boden flach liegen, ein 14-21 Tage altes Ei hält sich fast senkrecht in der Schwebe und ein rund zwei Monate altes Ei zeigt mit der stumpfen Spitze deutlich aus dem Wasser.
  • Eier platzen beim Kochen nicht, wenn man sie auf Zimmertemperatur erwärmt oder wenn die Luftkammer am stumpfen Ende des Eies ansticht und dann erst kocht.
  • Eier perfekt schneiden: Damit das Eigelb nicht am Messer kleben bleibt, taucht man das Messer vor dem Schneiden in kaltes Wasser.
Haltbarkeit der Eier:

Hart gekochte Eier nicht mehr abschrecken. Diese sind bei Raumtemperatur für mindestens drei Monate haltbar. Die Haltbarkeit abgeschreckter Eier ist im Vergleich deutlich reduziert: Denn durch das Abschrecken können Bakterien durch die Schale in das Innere des Eis gelangen und sich dort vermehren.

Wie schnell die Bakterienanzahl steigt, hängt stark von der Lagertemperatur ab. Werden diese Eier bei Raumtemperatur gelagert, kann der Toleranzwert schon nach fünf Tagen überschritten sein.

Eier mit Liebe gemacht

Ja! Natürlich hat bereits 2013 mit dem Start des Pionierprojekts „Moosdorfer Haushuhn & Gockelhahn“ das unnötige Töten männlicher Küken in der Eierproduktion beendet und damit einen wichtigen Meilenstein in der Tierhaltung gesetzt.

Und als größte Bio-Marke in Österreich hat unser Nein! Vorbildwirkung für alle. Beispielsweise unser Nein! zum – selbst in der Bio-Landwirtschaft üblichen – Töten von Gockel-Küken, nur weil sie keine Eier legen. Es freut uns, dass das Ja! zur Aufzucht der Gockel-Küken in artgemäßer Tierhaltung seit Anfang 2016 für viele Bio-Eierproduzenten zum Standard wurde. Diese österreichweite Branchenlösung führt zu einer deutlichen Verbesserung in der Bio-Nutztierhaltung.

Über Bio-BloggerIn Margit77 Artikel

Ernährungsexpertin mit Bio-Leidenschaft. Ich studierte Ernährungswissenschaften: ein Studium, bei dem es sehr viel um die einzelnen Bestandteile der Lebensmittel geht. Da ich auch etwas über die Wirkung eines Lebensmittels in der Gesamtheit erfahren wollte, absolvierte ich weitere Ausbildungen: wie Ernährungslehre nach traditionell chinesischer Medizin, Lehrgang Heilkräuterkunde, [...]

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