Besuch bei Fam. Sommerauer und den Bio-Heumilchkühen: Ein Begeisterungsbericht

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Aus Bauernhand

„Aus Bauernhand“ ist ein Projekt, in dem wir mit unseren interessierten Gästen regionale Bio-Bauern besuchen, mit ihnen kochen, genießen und Einblick in ihre Arbeit und Leidenschaft nehmen dürfen.

Die erste Aus-Bauernhand-Entdeckungsreise führte uns in den Salzburger Flachgau nach Eugendorf, mitten in den Kuhstall der Familie Sommerauer. Das Ziel von Aus Bauernhand? Bewusstsein schaffen – für regionale Bio-Lebensmittel und für die Bio-Bauern, die mit ihren Erzeugnissen das Rückgrat von Ja! Natürlich bilden. Dafür gibt es keinen besseren – und schöneren – Weg, als Menschen zu einem gemeinsamen Essen um einen Tisch zu versammeln.

Bio-Info

Sehen. Fühlen. Riechen. Schmecken. Hören. Aus Bauernhand ist mehr als eine Plattform. Sie gibt Bio-Bauern die Möglichkeit, ihre Arbeit, ihre Passion und ihre Produkte einem interessierten, nachhaltig denkenden Publikum auf authentische Art und Weise zu präsentieren. Dabei wird in Form von Portrait-Videos, Fotos und Erzählungen ein 360°-Blick auf die Bauern und ihre Höfe geworfen.

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Matthias Sommerauer vulgo Wiesnerbauer ist einer jener ausgewählten Bio-Bauern, der Ja! Natürlich mit der hochwertigen Bio-Heumilch beliefert. Den Kühen auf seinem Hof geht es besonders gut: Täglich frisches Heu, ständiger Zugang ins Freie – Dank der strengen Qualitätskriterien von Ja! Natürlich haben sie hier im Offenstall der Sommerauers ein artgemäßes Leben. Am Samstag gab es allerdings Gäste. Ja, die Tiere waren sogar Teil der Kulisse des Auftaktevents von Aus Bauernhand: Direkt im Gang des Kuhstalls wurde die lange Tafel gedeckt, ursprünglich, authentisch, unaufgeregt und doch mit viel Geschmack und Liebe zum Detail. Und genau so präsentierte sich auch das 5-Gänge-Menü von Martin Kilga, Koch in Brandtners Paradoxon in Salzburg.

Nach einem Willkommensdrink, einem kleinen Stamperl Quitten-Molke, kam jedoch zunächst Gastgeber Matthias Sommerauer zu Wort. Mit überzeugender Begeisterung erzählte er vom Hofleben eines Bio-Heumilchbauern, von zufriedenen Kühen und warum er und seine Frau Anna sich vor vielen Jahren dazu entschlossen, ihre Landwirtschaft biologisch zu führen. Heute leben die Sommerauers hier ihren Traum, an dem die Gäste an diesem herbstlichen Nachmittag im Offenstall teilhaben konnten – auf Bänken mit weichen Lammfellen sitzend, mit warmen Decken und Wärmflaschen versorgt, umrahmt von Strohballen und den Geräuschen kauender Kühe.

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Martin Kilga hatte sich für diesen außergewöhnlichen Samstagnachmittag ein besonderes Menü einfallen lassen und überraschte mit Speisen ganz nach dem Credo „nose to tail“. Für ihn als Koch, so erklärte er zu Beginn, liege die Herausforderung darin, besonders auch weniger begehrte Stücke der Tiere zu verwerten – das gebiete der Respekt vor den Tieren und der Arbeit der Menschen, die sich um sie kümmern. Auch dies ist eine Form der Nachhaltigkeit, wie sie die Sommerauers leben.

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Es gab also Kalbstatar mit Rotkraut und Eigelb, gefolgt von einer Suppe von Kalbsfüßen mit Hühnerleber, Fenchel, Milch, Apfel und Brot. Schon die ersten beiden Gänge sorgten bei den Gästen für Staunen – gesteigert mit Niere vom Kalb auf hauchdünn gehobelten Kohlrabi und Buttermilch sowie dem Hauptgang, geschmorter Kalbsschulter mit Pastinakenpüree, schwarzem Rettich, Kürbis und Dinkel. Das Menü endete mit einer Haselnuss-Birnenschnitte mit Milch und Honig – und dem Duft von Heu, frischer Luft und glücklichen Gesichtern reihum.

Während sich die Kühe zur wohlverdienten Ruhe legten, machten sich die Gäste auf den Heimweg, satt, inspiriert, und mit dem Frühstück für den nächsten Morgen: Ein Glas Granola und eine Packung Ja! Natürlich Bio-Heumilch zur Erinnerung an den Nachmittag auf dem Hof der Familie Sommerauer.

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Genuss-Tipp

Unsere nächste kulinarische Entdeckungsreise Nr.2 führt uns ins Waldviertel auf den Biohof Schiefer und ihren Freilandschweinen.

Über Bio-BloggerIn Meli24 Artikel

Ich war eines der glücklichen Kinder, die auf einem Bauernhof aufwachsen durften und kostete in der kleinen Dorfbäckerei meiner Großeltern das kulinarische Leben am Land vollends aus. Nach einigen Jahren in Wien habe ich allerdings erst gelernt, wie wertvoll diese Erfahrungen sind und wie wichtig die Natur, das Handwerk und der unstillbare Hunger nach höchster Qualität für mich, meine [...]

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