Brokkoli, Karfiol & Co: Kohlgemüse zum Selberpflanzen

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Die Familie der Kohlgewächse hat viele Verwandte. Bereits Hildegard von Bingen hat sie beschrieben. In der Antike und im Mittelalter war Kohl sogar als „Medizin der Armen“ anerkannt. Das wundert uns heute nicht, wo wir seine Inhaltsstoffe und seine Vorzüge in der Ernährung kennen: Kohl enthält viele wichtige Vitamine, vor allem reichlich Vitamin C, Folsäure, Kalium, Calcium, Eisen und Ballaststoffe.

Die Kohlpflanzen: Die Unkomplizierten im Garten

Sie vertragen sonnige ebenso wie halbschattige Lagen. Allen Kohlarten sind „Starkzehrer“: Sie verbrauchen viele Nährstoffe, um sich gut zu entwickeln. Deshalb ist es wichtig, schon bei der Vorbereitung des Gemüse- oder Terrassenbeetes Kompost, Hornspäne und eine gute Erde in den Boden einzubringen. Frischer Mist und mineralische Düngung hingegen sind zu vermeiden – wir würden es unweigerlich an der schlechteren Geschmacksqualität merken.

Jeder Kohlart ihren richtigen Platz

Die Jungpflanzen von Kraut, Kohl, Brokkoli, Karfiol usw. benötigen beim Setzen einen Abstand von 40 x 40 cm. Dies mag am Anfang viel erscheinen, mit der Zeit füllen die Pflanzen diesen Platz aber vollkommen aus. Kohlrabi ist das genügsamste Familienmitglied in der Kohlfamilie. Er benötigt Pflanzabstände von 25 x 25 cm und nur gelegentliche Düngergaben mit z.B. Brennesseljauche.

Garten-Tipp

Das Ja! Natürlich Kohlgemüse-Sortiment, sorgfältig vorgezogen von Gartenbau-Auer, bietet in diesem Jahr Jungpflanzen von Brokkoli, Karfiol und Kohlrabi. Neu: Weißkraut. Außerdem gibt’s jetzt aktuell noch weitere Gemüse-Jungpflanzen: Fenchel, Mangold, Sellerie und Porree.

Was jede Kohl-Pflanze mag:

  • Brokkoli schmeckt nicht nur als Beilage – köstlich auch in Strudel, Auflauf oder Pasta oder Tascherln. Auf der Terrasse oder dem Balkon benötigt Brokkoli sehr große Tröge, denn die Wurzeln brauchen Platz. Bei der Ernte werden die noch geschlossenen Blumen mit einem fingerlangen Stück Stiel abgeschnitten. Die Stiele können mitgekocht werden, sie haben einen spargelähnlichen Geschmack. Wenn die erste große Blume geschnitten wurde, bildet der Brokkoli noch viele kleine Röschen in den Blattachseln. Diese können bis in den Winter geerntet werden, denn die Pflanze übersteht einige Minusgrade.
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  • Karfiol ist botanisch eng mit dem Brokkoli verwandt. Auch er benötigt viel Platz, ideal sind 50 x 50 cm. Für den Anbau auf Balkonen ist er nur bedingt geeignet. März bis Mitte April benötigt er noch Schutz durch ein Vlies oder wird optimalerweise im Frühbeet angebaut. Damit die Rosen schön weiß bleiben, werden die Blätter zusammengebunden oder geknickt.
  • Weißkraut kann bereits ab März ins Frühbeet gesetzt werden. Diese frühen Sorten werden dann bereits im Juli geerntet und müssen sofort verbraucht werden. Erst die ab Mai und Juni gesetzten Jungpflanzen bleiben bis Oktober oder November auf dem Beet stehen. Diese Sorten können auch wunderbar gelagert werden. Es lohnt sich also, im Frühling mit Ja! Natürlich Jungpflanzen zu starten und gleichzeitig ab März eigene Jungpflanzen aus Ja! Natürlich Samen heranzuziehen, die im Mai/Juni zur Pflanzung bereit sind.
  • Kohlrabi ist bescheidener als seine „großen“ Verwandten. Er ist ein Mittelzehrer, benötigt nicht so viel Nährstoffe und eignet sich aufgrund seiner kürzeren Entwicklungszeit von 3-4 Monaten als Begleitfrucht in Mischkulturen mit z.B. Paradeisern, Paprika, Mangold oder Erdbeeren. Um dieses feine Snackgemüse immer wieder ernten zu können, ist auch hier eine Kombination aus Natürlich Jungpflanzen und selbst vorgezogenen Pflänzchen aus Samen zu empfehlen.
Garten-Tipp

Bio-Gartenexpertin Doris Kampas rät: Eine große Gefahr für die Kohlpflanzen sind die Raupen des Kohlweißlings. Ab April legen die Schmetterlinge gelbe, gerippte Eier an die Unterseite der Blätter. Nach 1-2 Wochen schlüpfen die Raupen, die das Gemüse in kürzester Zeit bis auf die Blattrippen kahlfressen können. Damit das nicht passiert, sollte man ab April regelmäßig die Blattunterseiten der Kohlpflanzen kontrollieren und Eier sowie junge Raupen abklauben. Eine Mischkultur mit Sellerie und Tomaten verwirrt durch ihren Geruch die Schmetterlinge ebenso wie die regelmäßige Behandlung mit stark riechenden Jauchen von Wermut, Rainfarn oder Tomatenblättern. Mehr zum Thema „Garten & Mischkulturen“ gibt’s im WORKSHOP von Doris Kampas zu erfahren!

Über Bio-BloggerIn Ulli71 Artikel

Bio-Bloggerin mit Herzblut. Die schönen Dinge des Lebens (Natur, Garten, Essen, Texten, Fotografieren) standen schon seit jeher auf meiner Lebensagenda. Wie schön, bei Ja! Natürlich gelandet zu sein, wo ich all die Bereiche, denen meine Leidenschaft gehört, umsetzen kann. Eine vielseitig spannende und interessante Herausforderung, die mir tagtäglich Einblicke in die anspruchsvolle [...]

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