Warum ist der Regenwurm so wichtig?

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Wer braucht einen gesunden Boden?

Wie sehr sich die Bodengesundheit auf unsere Lebens(mittel)qualität auswirkt, ist wenig bekannt. Darum wollen wir dieses wichtige Thema besser verständlich machen. Alle Infos im Überblick

Die einen ekeln sich und würgen bereits bei seinem Anblick, die anderen retten ihn heldenhaft vom Wegesrand vor dem bitterlichen Trocken-Tod. Glitschig mag er ja sein und das schönste aller Lebewesen ist er ja vielleicht auch nicht gerade. Aber wie heißt es so schön? Man sollte niemals nach dem Äußeren urteilen! Denn, ganz egal wie er aussehen mag, mit Sicherheit ist der Regenwurm einer der nützlichsten Erdbewohner und leistet einen unschätzbaren Beitrag zur Bodengesundheit und somit zur Qualität unserer täglichen Lebensmittel. Denn ein gesunder Boden mit vielen Regenwürmern hat ganz schön viel mit unserem Essen zu tun!

Der Regenwurm ist der Held im Biofeld!

Der Regenwurm ist ein Tausendsassa, der lange Zeit fälschlicherweise als wurzelfressender Schmarotzer verteufelt wurde. Doch heute weiß man, dass wir ohne den feuchten Erdbewohner ganz schön aufgeschmissen sind! Er ackert kostenlos den Boden um und belüftet dadurch das Erdreich. Seine Wühlgänge bilden ein natürliches Reservoir für Regenwasser, welches so für trockene Zeiten gespeichert wird. Das bedeutet gleichzeitig Schutz vor Hochwasser. Die Fähigkeit Wasser zu speichern ist ein wesentlicher Vorteil der Bio-Landwirtschaft, während die intensive konventionelle Landwirtschaft leider vielerorts zum Verlust dieser Wasserspeicherfähigkeit geführt hat.

Regenwürmern sei Dank: Bio-Anbau ohne künstliche Dünger

Unermüdlich verleibt sich die längliche Fressmaschine abgestorbene Pflanzenreste, alte Erde und allerlei Mikroorganismen ein. Im Regenwurmdarm werden schließlich noch diverse Pilze und Bakterien zugefügt. Das verdaute Endergebnis ist nicht bloß belangloser Kot, sondern erstklassiger Bio-Dünger, der den Boden gesund und fruchtbar hält. Immerhin enthalten Regenwurmexkremente – im Vergleich zu allerbester Erde – zwei Mal so viel Phosphor, drei Mal so viel Kalk, sechs Mal so viel Magnesium  und sieben Mal so viel Stickstoff. Kurz gesagt: Der Regenwurm ist der Held im Biofeld und ein wesentlicher Grund, warum der Bio-Bauer auf künstliche Dünger verzichten kann und dennoch den besten Boden für seine Arbeit hat!

Warum ist der Regenwurm bedroht?

Nur leider lassen nitratreiche Kunstdünger und Spritzmittel, wie sie in der Nicht-Bio-Landwirtschaft eingesetzt werden, den nützlichen Erdbewohner selten werden. Studien zeigen, dass chemisch-synthetische Pestizide wie das umstrittene Glyphosat, Regenwürmer  inaktiv und lethargisch werden oder gar verschwinden lassen. Unter dem Einfluss der konventionellen Landwirtschaft erzeugen die Regenwürmer nämlich auch deutlich weniger Nachkommen, als ihre Kollegen, die sich im Biofeld wohlfühlen. Unsere Bio-Bauern wissen die faszinierende und wichtige Arbeit der Regenwürmer zu schätzen und sorgen durch den Verzicht auf sämtliche chemisch-synthetische Spritz- und Düngemittel dafür, dass er sich auch weiterhin in der Erde wohlfühlen.  Nur so gelingt es mit natürlichen Mitteln die Bodengesundheit zu erhalten und ohne chemisch-synthetische Hilfsmittel weiterhin bestes Bio-Obst und Gemüse zu ernten: sozusagen eine Symbiose zwischen unseren hervorragenden Bio-Landwirten und den kostbaren Regenwürmern.

 

Forsche selber, auf dem Felde

Wer übrigens schon immer einmal wissen wollte, wie sich die Arbeit als Feldforscher anfühlt, der kann nun selbst tätig werden: Dazu spaziert man nach einem kleinen Regenguss bloß in den eigenen Garten oder auf eine Wiese und gräbt dort ein Häufchen Erde aus. Finden sich darin zahlreiche, quietschfidele Regenwürmer, dann ist das ein Beweis dafür, dass der Boden nährstoffreich und gesund ist. Findet man darin kaum einen schlängelnden Freund, dann muss man leider die Bodengesundheit hinterfragen.

3 Tipps, wie du aktiv zum Schutz der Regenwürmer beitragen kannst

Wer weiß heutzutage schon, wie wichtig der Regenwurm für unsere Lebensqualität ist? Hilf uns, die Lage der Regenwurm-Nation zu verbessern!

  • Bevorzuge Lebensmittel, die von gesunden Böden kommen: Ja! Natürlich Bioprodukte kommen garantiert von streng kontrollierten regenwurmfreundlichen Biobauern, die ohne chemisch-synthetische Spritzmittel arbeiten
  • Verzichte im eigenen Garten auf Kunstdünger und Pestizide. Hier findest du hilfreiche Tipps zum #biogarteln von Gartenexpertin Doris Kampas!
  • Teile diese wichtige Information mit deinen Freunden, damit mehr Bewusstsein für gesunde Böden entsteht!

Fotocredit: Philipp Schönauer

Über Bio-BloggerIn Ja! Natürlich.2 Artikel

1994 – vor mehr als 20 Jahren – begann die Erfolgsgeschichte von Österreichs größter Bio-Marke. Heute bietet Ja! Natürlich in Zusammenarbeit mit über 7.000 Bauern rund 1.100 vorwiegend regionale, 100% palmölfreie Bioprodukte an. Zum Wohle von Mensch, Tier und Umwelt setzt sich der österreichische Bio-Pionier selbst höhere Qualitätsstandards als sie vom Gesetz vorgeschrieben [...]

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