Was ist ein Nützling, wem schadet der Schädling?

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Bei mikroskopisch kleinen Bakterien angefangen, über schlängelnde Regenwürmer, bis zu krabbelnden Ohrschlüpfern und niedlichen Marienkäfern: Sie alle, und noch hunderte Spezies mehr, sind genau jene Lebewesen, die einen toten Erdbrocken von fruchtbarem Boden unterscheiden. Wenngleich man häufig der Ansicht ist, dass Nützlinge ihre Arbeit leisten dürfen und Schädlinge bekämpft werden müssen, ist das ein Irrglaube. Denn die Schädlinge nutzen den Nützlingen. Darum verwehren sich viele Bio-Bauern gänzlich gegen den Begriff „Schädling“. „Der einzige Schädling für den gesunden Boden ist der kurzsichtig agierende Mensch“ sagen manche. Und damit haben sie gar nicht so unrecht!

Schmatzende Nützlinge und helfende Schädlinge

Nun, mag etwa die „Raupe Nimmersatt“ von einigen Landwirten und auch Hobbygärtnern gefürchtet sein, doch sie ist wiederum ein nahrhaftes Futter für unsere Singvögel, von denen bereits zahlreiche Arten vom Aussterben bedroht sind. Und selbst, wenn sie nicht als Vogelfutter endet, so wird sich die Raupe eines Tages in einen prächtigen Schmetterling verwandeln, der wiederum unsere wertvollen Blüten bestäubt. Nur dank zahlreicher Bestäuber können wir später saftige Äpfel, süße Birnen und rote Kirschen ernten, ganz ohne dass wir Menschen künstlich nachhelfen müssen. Schlaue Bauern wissen genau, welche Nützlinge sie auf welches Feld anlocken müssen und was sie an den vielen Bodenlebewesen haben.

Die Natur arbeitet von selbst, wenn man sie lässt

Der Kreislauf der Natur ist so clever eingerichtet, dass das Zusammenspiel von Schädlingen und Nützlingen gut funktioniert, sofern die Bauern das nötige Feingefühl haben. Nur, wenn der Mensch unsensibel einwirkt, kann der Boden aus dem Gleichgewicht geraten. Das mag kurz- und mittelfristig z.B. höhere Erträge bringen, oder eine billigere Produktion ermöglichen, eventuelle Folgekosten und langfristige Schäden für kommende Generationen bleiben jedoch oft unberücksichtigt.

Insektizide und ihre Nebenwirkungen

Dies gilt insbesondere bei sehr intensiven und einseitigen Bewirtschaftungsmethoden und dem häufigen Einsatz von Insektiziden (=Insektengiften). Insektizide können nicht genau zwischen „Gut“ und „Böse“ differenzieren und  töten leider mehr, als uns lieb ist. Die Folgen sind nicht immer sofort spürbar, Experten warnen jedoch schon seit längerem vor dem dramatischen Rückgang der Bienen und Insekten, die eine wichtige Rolle im natürlichen Kreislauf einnehmen. Das Resultat: Ein dramatischer Rückgang der Nützlinge, welche die Erde mit Nährstoffen anreichen, das Substrat locker halten, die Wasserspeicherfähigkeit im Boden erhöhen und Blüten bestäuben.

Unsere erfahrenen Ja! Natürlich Bio-Bauern und andere nachhaltig wirtschaftende Bauern sind genau aus diesem Grund tagtäglich intensiv darum bemüht, allen Lebewesen im und über dem Boden, ein gesundes Zuhause zu bieten, in dem sie sich wohlfühlen und gedeihen. Gleichzeitig werden wir Konsumenten mit hochwertigen Lebensmitteln belohnt.

3 Tipps wie du zu einem gesunden Boden beitragen kannst

Wer weiß heutzutage schon, wie wichtig der Boden für unsere Lebensqualität ist? Hilf mit beim Bodenschutz!

  • Bevorzuge Lebensmittel, die von gesunden Böden kommen: Auf Ja! Natürlich Bioprodukte ist Verlass, das garantieren strenge Kontrollen und aufwendige Qualitätssicherung.
  • Verzichte im eigenen Garten auf Kunstdünger und Pestizide. Hier findest du hilfreiche Tipps zum #biogarteln von Gartenexpertin Doris Kampas!
  • Teile diese wichtige Information mit deinen Freunden, damit mehr Bewusstsein für gesunde Böden entsteht!
Über Bio-BloggerIn Ja! Natürlich.16 Artikel

1994 – vor mehr als 20 Jahren – begann die Erfolgsgeschichte von Österreichs größter Bio-Marke. Heute bietet Ja! Natürlich in Zusammenarbeit mit über 7.000 Bauern rund 1.100 vorwiegend regionale, 100% palmölfreie Bioprodukte an. Zum Wohle von Mensch, Tier und Umwelt setzt sich der österreichische Bio-Pionier selbst höhere Qualitätsstandards als sie vom Gesetz vorgeschrieben [...]

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