Wie kann man Bärlauch konservieren?

Weiterlesen

Die bekannteste Art ist wahrscheinlich das Bärlauch-Pesto (ein Rezept findet ihr übrigens hier). Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich verbrauche niemals so viel Pesto, wie ich im Frühjahr Bärlauch habe. Darum weite ich meine Verarbeitungsstrategie meist auf verschiedene Rezepte aus und mache auch Bärlauchöl und Bärlauchsalz. Beides ist auch ein nettes Mitbringsel, vorausgesetzt der/die Beschenkte mag Bärlauch gerne.

 

Rezept für Bärlauch-Salz

Zutaten:

  • Bärlauch
  • Salz

Das Verhältnis könnt ihr nach eurem Geschmack richten – je nachdem wie intensiv ihr den Bärlauch Geschmack möchtet. Ich persönlich mag das Verhältnis 5:1 gerne., also z.B. 500g Salz auf 100g Bärlauch. Ich nehme handelsübliches österreichisches Salz, aber ihr könnt auch gröberes Salz verwenden.

Zubereitung von Bärlauch-Salz:

Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Ich bevorzuge die Variante im Cutter bzw. einer Küchenmaschine. Aber auch, wenn ihr keine habt, könnt ihr Bärlauchsalz machen.

  1. Bärlauch gut waschen und trocken tupfen. Wenn möglich ein bisschen an der Luft trocknen lassen, damit er wirklich keine Feuchtigkeit mehr hat.
  2. Bärlauch grob schneiden und mit dem Salz in einer Küchenmaschine cuttern, wenn nötig in mehreren Durchgängen. Das Salz wird dabei sehr grün. Alternative ohne Küchenmaschine: Bärlauch fein hacken und mit dem Salz mischen.
  3. Bärlauchsalz auf ein Backblech ausbreiten und bei 60°C im Ofen trocknen lassen, zwischendurch mehrmals durchmischen. Je nachdem, wie viel Feuchtigkeit euer Bärlauch noch enthält, dauert es kürzer oder länger, normalerweise aber ca. 2 Stunden. Auch von Backofen zu Backofen kann die Trockenzeit variieren. Die energiesparendste Variante wäre, das Salz an der Luft trocknen zu lassen, das dauert allerdings noch um einiges länger und führt auch zu einer entsprechenden Geruchsentwicklung im Raum.
  4. Wenn das Bärlauchsalz trocken ist, ist es fertig und kann in Gläser abgefüllt werden. Es hält sich luftdicht und trocken aufbewahrt monatelang, verliert aber nach einiger Zeit an Aroma.

 

Einsatz von Bärlauch-Salz:

Das Salz ist vielseitig einsetzbar, bringt es doch Würze in alle möglichen Gerichte, die einen feinen knoblauchartigen Geschmack vertragen. Ich liebe es besonders auf Aufstrichen und in Suppen. Aber auch ein einfaches Butterbrot mit Bärlauch ist ein Genuss!

Rezept für Bärlauch-Öl

Auch mit Öl könnt ihr den frühlingshaften Geschmack von Bärlauch konservieren.

Zutaten für Bärlauch-Öl:

  • Hochwertiges Öl eurer Wahl, ich empfehle entweder das geschmacksneutrale Ja! Natürlich Bio-Sonnenblumenöl für puren Bärlauchgeschmack, oder – wenn ihr Olivenöl bevorzugt – auch Ja! Natürlich Bio-Olivenöl, das es geschmacklich gut zum Bärlauch passt.
  • Bärlauch

Auch hier richtet sich das ideale Verhältnis wieder nach eurem Geschmack – je mehr Bärlauch, umso intensiver wird das Öl. Ich nehme für 500 ml Öl eine Hand voll Bärlauch. Besonders wichtig sind sterile, gut heiß ausgespülte und saubere Gläser oder Flaschen.

Zubereitung von Bärlauch-Öl:

  1. Besonders wichtig sind sterile, gut heiß ausgespülte und saubere Gläser oder Flaschen.
  2. Bärlauch waschen und gut trocknen, auch hier eventuell an der Luft trocknen lassen nach dem Waschen, damit wirklich keine Feuchtigkeit zurückbleibt.
  3. Bärlauch grob in Streifen schneiden und in ein Glas oder eine Flasche geben
  4. Mit Bio-Olivenöl oder Bio-Sonnenblumenöl auffüllen und im Kühlschrank lagern.
  5. Einige Tage ziehen lassen, damit sich der Geschmack entfalten kann, danach hält sich das Öl mehrere Wochen im Kühlschrank.

 

Einsatz von Bärlauch-Öl:

Grundsätzlich wäre es sowohl mit Oliven- als auch mit Sonnenblumenöl möglich, es zu erhitzen. Ich nehme dieses Öl aber eher zum Verfeinern: für Salate, Aufstriche, Pasta, oder zum Rösten von Croutons. Auch über allerlei warme Gerichte kann man es zum Schluss drüberträufeln, um einem Gericht den letzten Schliff zu geben, ich finde z.B., dass es sehr gut zu Lamm passt, aber auch in Hummus schmeckt es mir gut. Überlegt am besten, wo ihr ein wenig Knoblauch einsetzen würdet, dort passt in der Regel auch Bärlauch gut!

Warum Sonnenblumenöl?

Bei Sonnenblumenöl gibt es enorme Qualitätsunterschiede. Es kommt sehr stark auf die Qualität der Rohstoffe und die Art und Weise der Verarbeitung an, ob es besser oder schlechter für uns ist. Für Ja! Natürlich Sonnenblumenöl werden von Bio-Bauern im Burgenland spezielle high oleic Sonnenblumensorten angebaut, welche einen besonders hohen Ölsäureanteil von ca. 80% Ölsäureanteil im fertigen Öl ermöglichen. Dem hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren werden ernährungsphysiologische Vorteile zugeschrieben, z.B. positive Auswirkungen auf den Cholesterinspiegel und auf das Herz-Kreislauf-System. 

Wie gesund ist Bärlauch?

Tipps und Informationen aus ernährungswissenschaftlicher Sicht gibt’s wie immer von Margit Fensl, sie hat einen spannenden Artikel geschrieben: 13 Gründe, warum Bärlauch so gesund ist.

Über Bio-BloggerIn Lisa96 Artikel

Feinspitz mit Experimentierfreude. Aufgewachsen in einer kulinarisch höchst affinen Familie mit eigenem Gemüsegarten, zudem ausgestattet mit einer ordentlichen Portion Neugierde und Furchtlosigkeit, waren Küchenexperimente seit jeher wesentlicher Bestandteil meines kreativen Lebens. Kochen ist für mich Leidenschaft und kreativer Ausgleich, niemals „Haushaltspflicht“. Je mehr man [...]

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Kommentar verfassen

Absenden

* erforderlich (E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht)