Wildobst im Garten: Paradies für die Tierwelt

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Wildobst wird seit einigen Jahren für den Garten (wieder)entdeckt. Denn für die Tierwelt sind Wildobstgehölze ein wahrer Segen! Wildobst kommt in der Natur zumeist an Waldrändern und auf Lichtungen, oder – wie der Sanddorn – auf Dünen der Nord- und Ostsee vor. Im Gegensatz zu unseren klassischen Obstpflanzen wie Äpfel, Birnen oder Marillen wurden Wildobstarten züchterisch über lange Zeiträume nicht verändert. Die Übergänge sind hier jedoch fließend. So wurden Gartenhimbeeren durch Auslese aus der Waldhimbeere entwickelt, die Wildform besteht aber weiterhin.

 

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Wildobststräucher als Gartenhecke

Verschiedene Arten sind gut miteinander kombinierbar und bieten von Frühling bis Herbst einen dichten, blühenden und ertragreichen Sichtschutz. Im Winter verlieren die Wildsträucher das Laub. Da die meisten Gärten hauptsächlich in der wärmeren Jahreszeit genutzt werden, stören die fehlenden Blätter im Winter zumeist nicht.

Aufgrund ihres ausladenden Wuchses sind Wildobstgehölze nur bedingt für den Anbau auf dem Balkon geeignet. Am besten passen noch Apfelbeeren, kleinwüchsige Kornelkirschen und Felsenbirnen sowie Mispel in einen kleinen Stadtgarten. Auch alleinstehend sind Wildobstgehölze eine Augenweide. Sie blühen oft sehr lange und bilden im Herbst und Winter mit ihrem bunten Laub und den verbliebenen Früchten einen Blickfang im Garten.

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Wildobst für die Tierwelt

Die lange anhaltende Blüte mancher Arten (z.B. Kornelkirschen, Wildrosen) versorgt Bienen und Hummeln mit Pollen und Nektar. Manche Wildgehölze sind mit Dornen und Stacheln bewehrt und bilden damit die perfekte Vogelschutzhecke. Die Vögel brüten im Inneren der Hecke, geschützt vor Feinden wie Katzen und Marder.

Die Beeren der meisten Wildgehölze werden im Herbst reif und stehen den Vögeln über den Winter als energiereiche Futterquelle zur Verfügung. Das abfallende Laub bleibt am besten direkt unter der Hecke liegen. Einerseits sind die Pflanzen besser vor Frost geschützt, andererseits finden die Vögel beim Wühlen im Laub zahlreiche Würmer und Käfer.

Wildobst als kulinarischer Leckerbissen

Wildobst schmeckt nicht nur den Vögeln, auch für uns Menschen ist es ein Genuss. Allerdings darf man die meisten Wildobstfrüchte nicht roh genießen! Verarbeitet eignet sich Wildobst für die Herstellung von Marmelade, Saft, Gelee, Kompott oder als Teemischung. Aufgrund des herben Geschmackes passen mit wenig Zucker verkochte Wildfruchtkonfitüren hervorragend zu Fleischgerichten wie Rind und Wild.

Es müssen nicht immer Preiselbeeren sein – auch eine Konfitüre aus Kornelkirschen oder Apfelbeeren begleitet Fleischgerichte wunderbar. Eine weitere Anwendung findet Wildobst in der Herstellung von Schnäpsen und Likören. In früheren Zeiten galten Wildfrüchte als Vitaminreserve in der kalten Jahreszeit. Zudem wurden Auszüge, Tees und andere Zubereitungen zu medizinischen Zwecken verwendet.

Pflanz-Tipp der Bio-Gärtnerin

Im Oktober bis November ist der richtige Zeitpunkt für die Pflanzung von Wildobstgehölzen. Hier befinden sich die Pflanzen in einer Ruhephase und haben genug Zeit, um sich an ihre neue Umgebung zu gewöhnen. Vor der Pflanzung ist es wichtig, die Gehölze mindestens eine Stunde in einen Kübel mit Wasser zu stellen.

Danach muss das Pflanzloch doppelt so breit und tief ausgegraben werden, wie der Wurzelballen groß ist. Eine gute Bio-Erde im Pflanzloch unterstützt den Baum oder Strauch beim ersten Anwachsen an seinem neuen Standort.

Fotocredits: istockphoto.com

Wildobst-Sorten
  • Apfelbeere
  • Felsenbirne
  • Kornelkirsche
  • Mispel
  • Sanddorn (orange im Bild)
  • Berberitze (rot im Bild)
  • Schlehe
  • Weißdorn
  • Haselnuss
  • Holunder (blauschwarz Bild)
  • Fruchtrosen
Über Bio-BloggerIn Doris22 Artikel

Bio-Gärtnerin aus Berufung Die Liebe zur Natur begleitet mich mein Leben lang. Schon als Kind freute ich mich auf die gemeinsamen Spaziergänge mit den Eltern in die nahe gelegenen Donauauen. Und in einem kleinen Beet in unserem Garten versuchte ich mich im ersten Anbau von Erbsen und Karotten. Was lag also näher, als ein Studium an der Universität für Bodenkultur zu wählen. [...]

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